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Mansfeld-Südharz: Rauchmelder rettet Familie

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 21:45 Uhr
In diesen Haus in Walbeck hat es gebrannt. (FOTO: KLAUS WINTERFELD) 
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Die Feuerwehr holte mittels Drehleiter drei Menschen aus einem Gebäude in Walbeck. Der Einsatzleiter kritisiert die störanfällige, alte Technik.
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Walbeck/MZ. 

Ein Rauchmelder hat in der Nacht zu Montag eine Familie in Walbeck wahrscheinlich vor Schlimmeren bewahrt. Gegen 2 Uhr war dort im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen. Der Rauch zog direkt in die Wohnung der oberen Etage, in der die dreiköpfige Familie wohnt. Der Rauchmelder schlug an, einer der Bewohner wurde dadurch aufgeweckt und konnte die Feuerwehr alarmieren. Als die Feuerwehren aus Walbeck, Hettstedt und Quenstedt anrückten, war der 32-jährige Mann über das Fenster bereits auf das Dach des Hauses geklettert.

"Von dort hat er sich mit Hilferufen bemerkbar gemacht", schildert Feuerwehreinsatzleiter Frank Raschke die Situation. Die 27-jährige Mutter und der dreijährige Sohn standen am Fenster. Ein Rückzug über das Treppenhaus war auf Grund der starken Rauchentwicklung jedoch nicht möglich. Alle drei Familienmitglieder konnten mit der Drehleiter der Hettstedter Feuerwehr gerettet werden. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Allerdings hätte die Rettungsaktion auch schief gehen könne, wie Einsatzleiter Raschke deutlich macht. Das Problem dabei sei die Drehleiter der Hettstedter Feuerwehr, die aus den 70er Jahren stammt und auf Grund des Alters so "ihre Macken hat", sagt Raschke. An diesem Tag habe sie funktioniert, das habe man aber auch schon anders erlebt. "Die Drehleiter muss dringend ersetzt werden", sagt Raschke. Man müsse sich auf sein Gerät voll verlassen können.

Solch ein Teil ist freilich nicht billig. Rund 600 000 Euro müssen dafür auf den Tisch gelegt werden. Geld, das die Stadt nicht hat. Allerdings sei die Drehleiter jetzt zur Reparatur gewesen, sagt die stellvertretende Hettstedter Bürgermeisterin Christina Kosiol. "Die Drehleiter ist jetzt voll einsatzfähig", so Kosiol.

Die weiteren Mieter in dem Brandhaus sind froh, dass das Feuer nicht noch mehr zerstört hat. Der Schaden wird von der Polizei mit 2 000 Euro angegeben. "Wenn der Rauchmelder nicht angeschlagen hätte, hätte das zu einer Katastrophe führen können", sagt eine Mieterin im ersten Stock.

Unterdessen haben die Ermittler der Kriminalpolizei den Brandort untersucht. Nach jetzigen Erkenntnissen gehen sie davon aus, dass das Feuer durch Fahrlässigkeit entstanden ist - eine brennende Kerze oder eine Zigarette.

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