Die Prüfung der Planungsunterlagen ist allerdings noch nicht abgeschlossen, war am Montag in der Kreisverwaltung zu erfahren.
Das Planungsgebiet umfasst nach Angaben des Investors eine Fläche von 2,3 Hektar. Die eigentliche Anlage werde dann eine Fläche von 1,4 Hektar benötigen. Der Ortsbürgermeister von Heiligenthal, Manfred Ahlfänger (CDU), erläuterte, dass es sich bei dem geplanten Standort um den ehemaligen Rübenplatz der Zuckerfabrik handelt, auf dem einst die Rüben zur Trocknung gelagert wurden. Der nicht weit von hier erkennbare Rohbau einer künftigen Lagerhalle habe mit der geplanten Photovoltaikanlage nichts zu tun. "Die Anlage wird auf freier Fläche installiert", stellte der Investor klar, der die geplante Leistung des Umwandlers der Sonnenenergie mit ungefähr 1,6 Megawatt angab.
Während sich die Photovoltaik-Anlage auf dem Areal der alten Zuckerfabrik Helmsdorf planungstechnisch in Bewegung befindet, liegt jene Anlage, die ebenfalls auf Heiligenthaler Flur in einer ehemaligen Tongrube geplant war, nach den Worten des Gerbstedter Bürgermeisters Siegfried Schwarz (CDU) "auf Eis". Manfred Ahlfänger sprach von "Funkstille", denn seit einem halben Jahr habe der Ortschaftsrat Heiligenthal nichts mehr zu diesem Thema gehört.
Die Naturschutzbehörde hatte Einwände gegen den geplanten Standort erhoben, weil er die Brutstätten des Bienenfressers, einer seltenen Vogelart, tangiert.
Die Planer reagierten zwar postwendend mit der Versicherung, die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen, doch eine Entscheidung für oder gegen die Anlage steht im Moment noch aus, so die Pressestelle des Landkreises auf Anfrage.
In Planung befindet sich in Heiligenthal überdies eine Biogasanlage, die die Agrargenossenschaft Helmsdorf an der Straße nach Siersleben errichten möchte.
Die entsprechenden Unterlagen befinden sich im Landesverwaltungsamt in Halle. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich, teilte das Amt mit.