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Mansfeld-Südharz: Löschteich läuft aus

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 22:25 Uhr
Nur noch eine Pfütze ist vom Löschteich übrig. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Was tun, wenn's brennt? Auf die Frage haben im Augenblick nicht einmal die Löschkräfte im Hettstedter Ortsteil Ritterode eine Antwort. Die Ortsfeuerwehr wäre bei einem Einsatz machtlos, weil das Wasser fehlt.
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ritterode/MZ. 

Was tun, wenn's brennt? Auf die Frage haben im Augenblick nicht einmal die Löschkräfte im Hettstedter Ortsteil Ritterode eine Antwort. Falls eines der Häuser, oder noch schlimmer: eines der landwirtschaftlichen Gehöfte, im knapp 100-Seelen-Dorf in Flammen aufgeht, könnten sie nur tatenlos zusehen. "Wir haben ein kleines Tankfahrzeug, spätestens nach drei Minuten ist das Wasser alle", befürchtet Ritterodes Ortsbürgermeister Dietmar Teupel, dem dieser Umstand die Sorgenfalten ins Gesicht treibt.

Dass auf einmal das Löschwasser fehlt, kommt nicht von ungefähr. Seit Wochen spitzt sich die Lage im Dorfzentrum zu. Denn genau dort plätscherte bisher der Hadebornbach in den Löschteich, versorgte ihn mit frischem Wasser und floss dann durch einen Ablauf weiter Richtung Wipper. Jetzt ist die Quelle fast versiegt. Kommt höchstens tröpfchenweise Nachschub. Aber das allein hat den Wasserspiegel nicht mit 50 Zentimetern um die Hälfte sinken lassen. "Der Teich ist auch noch undicht", ist sich Teupel sicher. Das Wasser verschwindet im Nirgendwo. Für einige Ritteröder ist eins klar: Schuld an der Misere hat der Abwasserzweckverband (AZV) Hettstedt. Seitdem die Bauarbeiter nach dem Verlegen der Abwasserrohre im Sommer abgerückt seien, könne man zusehen, wie der Wasserspiegel sinke. "Es ist schon sehr auffällig, dass das alles erst nach diesen Arbeiten passiert ist", sagt auch Dietmar Teupel. Vermutlich sei bei Bohrungen an der benachbarten Brücke eine Teichmauer beschädigt worden. Durch die Risse könnte das Wasser abfließen. Wohin der Hadebornbach verschwunden ist, bleibt allerdings offen. "Es kann sein, dass bei der Verlegung der Rohre vielleicht eine Wasserschicht verletzt wurde und das Wasser jetzt woanders lang fließt", sagt Teupel.

Der AZV Hettstedt streitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe auf MZ-Nachfrage vehement ab. "Das waren wir nicht. Im Zuge der Baumaßnahme mussten wir sogar um den Teich herum bauen. Deshalb schließen wir einen Zusammenhang ganz klar aus", sagt AZV-Geschäftsführer Andreas Krieg. Das befriedigt die Ritteröder allerdings wenig. "Wir werden hier allein gelassen, vor allem von der Stadt Hettstedt", lautet der einhellige Tenor einiger Bürger. Ganz so will das die Hettstedter Stadtverwaltung aber nicht stehen lassen: "Mit dem Ritteröder Ortschaftsrat wurde beschlossen, den Zustand bis zum Frühjahr zu beobachten, ob sich die Lage ändert. Danach muss der Auslauf repariert werden", kündigte die Presseverantwortliche der Stadt an.

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