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Mansfeld-Südharz: Loch im Kopf heilt nun doch von alleine

Uhr | Aktualisiert 10.11.2011 21:26 Uhr
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Familie Meister

Die Meisters schauen sich gemeinsam das Röntgenbild an. (FOTO: MZ)

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Bei Madlen Meister, dem elfjährigen Mädchen aus Sylda, wächst das Loch am Kopf nun doch langsam zusammen. Die ganze Familie atmet auf.
SYLDA/MZ. 

Im Hause Meister in Sylda haben jetzt die Kindersektkorken geknallt: Denn Tochter Madlen muss nun doch nicht wie befürchtet eine gefährliche Kopfoperation über sich ergehen lassen. Das Röntgenbild sagt eindeutig: Die Operation ist nicht mehr notwendig. "Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen", sagt das elfjährige Mädchen.

Sie leidet von Geburt an unter der seltenen Erbkrankheit - dem Adams-Oliver-Syndrom. Die genetischen Grundlagen dieser Erkrankung liegen noch völlig im Dunklen. Madlen Meister ist dadurch an Händen und Beinen stark gehandicapt, die Knochen wachsen nicht richtig.

Immer wieder musste sie operiert werden - 19 Mal bisher. Seit Jahren muss sie zudem einen Helm tragen, wenn sie nicht gerade im Bett liegt. Denn auf Grund der Erkrankung ist die Schädeldecke nicht vollständig zusammengewachsen. Das neue Röntgenbild zeigt, dass sich nun doch an dem Loch in der Schädeldecke erste Knochen bilden. "Wir alle waren überglücklich, als wir diese Information bekommen haben", sagt Mutter Bianca Meister.

Die ganze Familie war in den Ferien mehrere Tage in Arendsee im Urlaub, um Mut und Kraft für die geplante Operation zu tanken. Nach der Rückkehr erreichte die Meisters zu Hause die Botschaft, dass die Operation nicht mehr notwendig ist. "Ich hoffe so sehr, dass das Loch vollständig zuwächst", sagt das tapfere Mädchen. Sicherheitshalber wird sie ihren Helm aber weiter tragen. "Denn Madlen ist ein sehr lebhaftes Kind", sagt ihre Mutter. Und sicher ist sicher, lautet die Devise bei den Meisters. Zwar muss Madlen wegen ihrer Krankheit kommendes Jahr erneut an der Hand operiert werden, diese OP sei aber vergleichsweise ungefährlich, so ihre Mutter.

Jetzt können sich die Meisters erst einmal entspannt auf Weihnachten vorbereiten. Gemeinsam mit ihren Geschwistern Marvin (6) und Christian (14) bastelt Madlen schon fleißig. Nach dem Fest steht aber schon ein neues Problem vor der Tür. Bianca Meister fährt im Januar mit ihrem Sohn Marvin für mehrere Wochen zur Kur. Um Madlen könne sie sich in dieser Zeit freilich nicht kümmern, ihr Mann Maik sei voll auf Arbeit eingespannt, sagt sie. Frau Meister hofft deshalb, das ihr Antrag auf eine Haushaltshilfe für die Zeit ihrer Kur genehmigt wird.

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