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Mansfeld-Südharz: Die märchenhafte Stadt Hettstedt

Uhr | Aktualisiert 21.11.2012 10:54 Uhr
Künstler Steffen Gierok mit seinem ersten Kalender (Foto: jürgen lukaschek) 
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Zugegeben, die Geschichte von Hänsel und Gretel hat sich sicher nicht in Hettstedt abgespielt. Genauso wenig wie Rotkäppchen oder Tischlein deck dich. Und doch steckt so einiges Märchenhaftes in der Kupferstadt. Dieses ist ab sofort im neuen Kalender zu bewundern.
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hettstedt/MZ. 

Zugegeben, die Geschichte von Hänsel und Gretel hat sich sicher nicht in Hettstedt abgespielt. Genauso wenig wie Rotkäppchen oder Tischlein deck dich. Und doch steckt so einiges Märchenhaftes in der Kupferstadt. Auch wenn der Hettstedter Künstler Steffen Gierok zwischen Brennnesseln und bis zu den Waden im Schlamm steckend erst ganz tief danach graben musste. Was er gefunden hat, ist ab sofort in seinem ersten Kalender zu entdecken, in dem Motive aus Hettstedt und der Umgebung das kommende Jahr bebildern. "Ich habe mich schon daran orientiert, dass die Fotos zu den jeweiligen Jahreszeiten passen", sagt Gierok. Ein Grund, warum der Künstler erst jetzt sein Werk veröffentlicht. "Die Idee hatte ich schon länger."

Motive auch am Freimarkt

Immerhin arbeitet Gierok schon seit knapp fünf Jahren als selbständiger Künstler, der so manchem bereits bekannt sein dürfte. Schließlich hängen ein Teil seiner Motive als Leinwände am Hettstedter Freimarkt. Das Schloss Walbeck zum Beispiel, oder das Saigertor. Und eben diese Motive und einige weitere wie die Rammelburg oder der Kunstzuckerhut, können sich die Hettstedter nun ins eigene Wohnzimmer holen.

Auch das Dezember-Bild vom Thälmannschacht in der Abenddämmerung. Diesen Abend, an dem er damals auf den Auslöser drückte, wird Gierok wohl nicht so schnell vergessen. Es war einer der schwierigsten Einsätze für den 41-Jährigen, um ein Bild zu bekommen. "Ich habe mehrere Stunden bei minus 19 Grad gewartet, bis bei der Abenddämmerung die Lichter in den Häuser angegangen sind", erinnert sich Gierok. Aber solche Extreme nimmt er sportlich. "Das bringt der Job mit sich, denn Licht und Wetter sind das A und O", ist er überzeugt. Und ein Quäntchen Abenteuerlust gehört natürlich auch dazu. Zum Beispiel, wenn ein Gewitter aufzieht. Dann packt der Künstler seine Ausrüstung - Kamera und Stativ - zusammen und radelt der Wetterfront entgegen. "Einmal musste ich bei einem Unwetter in eine Gartensparte flüchten. Aber ich wurde nett aufgenommen."

Fachwerk als Lieblingsmotiv

Ein echter Wetterfotograf also? "Ich würde mich nie als Fotograf bezeichnen. Meine Arbeit beginnt erst richtig, wenn das Bild im Kasten ist." Schließlich kann die Bearbeitung eines Bildes bis zu zwei, drei Tage dauern, wenn es schnell geht, reichen zwei bis drei Stunden, weiß der Fachmann. Erst über eine Umschulung zum Werbevorlagenhersteller vor ein paar Jahren kam er dazu, sein Hobby Fotografieren zum Beruf zu machen. "Aber ich wundere mich heute noch, dass den Menschen meine Motive so gut gefallen, dass sie sie sich sogar als Tapete an die Wand kleben", sagt Gierok, der sein Erfolgsgeheimnis in der märchenhaften Bearbeitung mit einem bestimmten Computerprogramm sieht. Damit der Effekt so richtig zur Geltung kommt, lichtet er am liebsten Fachwerkhäuser, Burgen und Schlösser ab. Und dass selbst das Hettstedter Rathaus märchenhaft anmutet kann, davon möchte er vor allem die Kalenderbetrachter überzeugen. "Der Wow-Effekt ist für mich wichtig. Die Betrachter sollen am Bild hängen bleiben", wünscht sich Gierok. Bestenfalls sich sogar einen Moment lang ein bisschen wie im Märchen fühlen.

Wer Interesse am Kalender hat, kann ihn bestellen unter: www.amazon.de oder unter folgender Telefonnummer: 0173 / 593 40 04 . A4 kostet 19.90 Euro, A3 29.90, A2 39.90 Euro.

Weitere Eindrücke vom Fotograf Steffen Gierok gibt es im Internet unter: www.magic-artist-design.de

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