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Mansfeld-Südharz: Begräbnisse werden teurer

Uhr | Aktualisiert 12.12.2012 18:53 Uhr
Engelfigur schmückt Grab. (FOTO: REIBER) 
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Zum 1. Januar gilt eine einheitliche Friedhofsgebührensatzung für alle 19 Friedhöfe der Stadt Mansfeld. Das geht mit zum Teil erheblichen Gebührensteigerungen für etliche Ortsteile einher.
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mansfeld/MZ. 

Auch deshalb sorgt die im Stadtrat beschlossene Satzung nun für Unmut in einigen Ortsteilen.

Künftig wird die Nutzungsgebühr für ein Einzelgrab 127 Euro im Jahr betragen. Dazu kommt aber noch eine jährliche Unterhaltungsgebühr von 19 Euro. Bisher war diese Summe bereits in der einmaligen Nutzungsgebühr enthalten. Für ein Urnengrab sind künftig 147 Euro Gebühr plus neun Euro für die Unterhaltung zu entrichten. In Mansfeld und Leimbach verdoppelt sich damit die Gebühren. Ähnlich sieht es in Großörner, Vatterode und Gorenzen aus.

In Siebigerode, Annarode, Biesenrode, Hermerode und Molmerswende fallen die Friedhofsgebühren. Die höchste Steigerung wird den Gorenzern widerfahren. Sie mussten bisher nur 51 Euro jährlich aufwenden. Bei ihnen wird die Gebühr auf einen Schlag fast auf das Zwölffache erhöht. Der Ortsbürgermeister Bernd Storch äußerte sich besorgt darüber: "Zugegeben, wir waren in der Vergangenheit schon reichlich verwöhnt von der Gebührenhöhe. Aber so eine massive Steigerung haben wir nicht erwartet. Dies hätte man bestimmt auch anders lösen können. In unserem Ortsteil sind die Bürger absolut nicht begeistert davon."

Auch die Nutzungsgebühren für die Trauerhallen werden angepasst. Sie wurden zwar nicht vereinheitlicht, aber komplett neu berechnet. Hierbei spielte die Ausstattung der Trauerhallen eine gewichtige Rolle (mit oder ohne Strom, beheizbar oder nicht).

In Großörner steigt diese Gebühr von derzeit fünf auf 84 Euro an. Das ist eine Erhöhung auf das fast 20-fache. "Das dies keinem gefällt, ist klar. Es soll ja kostendeckend sein, aber wir wollen erst mal die Kalkulation prüfen lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dieser riesige Sprung zustande gekommen sein soll", erklärte der Bürgermeister von Großörner, Bernd Hojenski (CDU), auf Anfrage. Er ist, wie andere Ortsbürgermeister auch, der Meinung, dass ein Friedhof eine soziale Einrichtung sei, die mitnichten kostendeckend betrieben werden müsse. Hojenski glaubt jedenfalls, dass in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Laut Beschluss des Stadtrates wurden für die Kalkulation die umlagefähigen Kosten der letzten beiden Jahre und die Ausgaben für dieses Jahr herangezogen. Es seien auch die unterschiedlichen Größen und die Anzahl der Bestattungen berücksichtigt worden. Aus Stadtratskreisen war zu vernehmen, dass längst nicht alle Mitglieder die genauen Zahlen der neuen Kalkulation kannten. Man habe auch gar nicht mit solch einer gewaltigen Steigerung gerechnet, hieß es.

Einige Ortsbürgermeister sind der Ansicht, dass man in den meisten Ortsteilen viel früher mit moderateren Steigerungen und einer langsameren Angleichung hätte beginnen können. Die Stadtverwaltung verweist dagegen darauf, dass bis Ende dieses Jahres überall noch das eigene Ortsrecht bestanden habe. So sei es vereinbart worden.

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