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Mansfeld-Südharz: Arnstedter Kinder brauchen neuen Spielplatz

Uhr | Aktualisiert 10.12.2012 10:27 Uhr
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Irgendwann ist er abgebrannt - der einzige Spielplatz im Dorf. Seitdem müssen die Kinder in Arnstedt mit ihren Eltern in die Nachbarorte fahren, um zu rutschen, zu schaukeln oder zu klettern. Seit Jahren hoffen Eltern in Arnstedt auf einen öffentlichen Spielplatz.
Arnstedt/MZ. 

Irgendwann ist er abgebrannt - der einzige Spielplatz im Dorf. Seitdem müssen die Kinder in Arnstedt mit ihren Eltern in die Nachbarorte fahren, um zu rutschen, zu schaukeln oder zu klettern. "Es gibt hier einfach keine Möglichkeit mehr, wo sie spielen können", sagt Franziska Daltsch-Niks, selbst betroffene Mutter von zwei kleinen Kindern. Wenn es nach ihr und einigen anderen im Ort geht, sollte sich dieser unbefriedigende Zustand bestenfalls schon im kommenden Jahr ändern. Mit dem Bau eines neuen Spielplatzes.

Schließlich wüssten momentan mehr als 30 Kinder im Alter von null bis zehn nicht wohin im Ort. Wohin zukünftig? Darüber haben sich die Arnstedter in den vergangenen Wochen schon ihre Gedanken gemacht: auf den Platz, wo früher der Kindergartenspielplatz stand. Heute liegt die Fläche brach, ein Zaun ringt sie ein. "Das wäre der perfekte Platz. Er ist abgelegen vom Verkehr, eingezäunt und im Sommer schattig", sagt Daltsch-Niks. Was jetzt noch fehlt, ist die Finanzierung für das Vorhaben.

An dieser hapert es auch in anderen kleinen Orten des Mansfelder Landes, in denen in den vergangenen Monaten ebenfalls der Wunsch nach einem Spielplatz aufgekommen ist. In Biesenrode (Stadt Mansfeld) hat sich deshalb im Sommer eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für den Bau eines Anlaufpunktes für Kinder stark macht. Auch die Kinder in Erdeborn (Seegebietsgemeinde) sehnen sich nach Jahren ohne Spielmöglichkeiten nach einem Treffpunkt (die MZ berichtete). Zumindest den Ruf der Arnstedter hat die Verwaltung der Stadt Arnstein mittlerweile vernommen. "Wir werden im kommenden Jahr Geld für die Spielplätze in unseren Ortsteilen im Haushalt einplanen. Dort muss zum Teil dringend etwas gemacht werden", gibt Kämmerin Annett Thomas auf MZ-Nachfrage zu. Wie viel für den neu zu bauenden Spielplatz in Arnstedt dann noch übrig bleibt, ist allerdings unklar. "Wir müssen schauen, was unsere Haushaltslage zulässt", sagt Thomas weiter.

Die Arnstedter wären laut Daltsch-Niks für jeden Beitrag aus der Stadt dankbar: "Das Wichtigste ist, dass die Stadt nach dem Neubau die Pflege und Wartung des Spielplatzes übernimmt. Denn das können wir als Ort nicht selbst leisten." Für die Erst-Investition etwa für ein Mehrzweckspielgerät und eine Tischtennisplatte oder Basketballkorb für die größeren Kinder könnten sich die Eltern auch vorstellen, die Werbetrommel für Spenden zu rühren. Und vielleicht - so die Hoffnungen der Familien - findet sich in nächster Zeit auch jemand, der den Sand als Untergrund beisteuert.

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