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Mansfeld-Südharz: 80-Jährige kann auf warme Unterkunft hoffen

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 20:17 Uhr
Lieselotte Heitmüller sitzt noch immer in ihren Notunterkunft. (FOTO: WINTERFELD) 
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Die dramatische Wohnsituation einer 80-jährigen Frau aus Mansfeld hat in der Bevölkerung Empörung aber auch eine Hilfswelle ausgelöst. Das Amtsgericht ordnete für die Frau einen Betreuer an, der sich auch um eine bessere Wohnsituation kümmern soll.
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Mansfeld/MZ. 

Die dramatische Wohnsituation einer 80-jährigen Frau aus Mansfeld hat in der Bevölkerung Empörung aber auch erste Hilfsangebote ausgelöst. Nach einer Herzoperation konnte Lieselotte Heitmüller nicht mehr in ihr zum Teil einsturzgefährdetes Haus zurückkehren und wurde von der Stadt Mansfeld in einer Notunterkunft ohne Möbel untergebracht. Ein Mitglied der Kirchengemeinde, die die Dame seit Tagen mit dem Nötigsten versorgt, hatte eine beheizte und lebenswerte Unterkunft für die hilfsbedürftige Seniorin gefordert.

Und genau auf die kann die 80-jährige Frau nun hoffen. Zumindest hat das Amtsgericht Eisleben gleich am Donnerstag nach einem Vor-Ort-Termin beschlossen, der Rentnerin einen Betreuer zur Seite zu stellen. Er soll sie dabei unterstützen, sich durch den Dschungel von Anträgen durchzufinden. Dazu gehört laut einer Sprecherin des Amtsgerichts auch die Beratung bei Wohnungsangelegenheiten. Noch ist allerdings unklar, ob Lieselotte Heitmüller in der Notunterkunft wohnen bleibt und Hilfe bei der Einrichtung bekommt oder ob sie umzieht. "Das müssen der Betreuer und die Frau entscheiden, am besten im Einvernehmen", hieß es dazu aus dem Amtsgericht.

Bis jetzt sitzt Lieselotte Heitmüller noch immer im Kalten. "Den bereitgestellten Ofen traut sie sich nicht anzumachen, auch weil sie so schlecht aufstehen kann", sagt Ruth Wormann, die ihr täglich warme Suppe vorbei bringt. Dass das Amtsgericht nach ihrem Hilferuf so schnell reagiert hat, freut sie sehr.

Schließlich kann damit nun der Landkreis tätig werden und einen Betreuer für die hilfsbedürftige und körperlich angeschlagene Seniorin auswählen. "Wir mussten die Entscheidung des Amtsgerichtes abwarten", sagte Kreissprecherin Michaela John auf Nachfrage. Unterdessen hat das Schicksal von Lieselotte Heitmüller zwiespältige Reaktionen in Mansfeld und Umgebung hervorgerufen. Während Harald Henke vom Kreisverband Freie Wähler Mansfeld-Südharz in einer Pressemitteilung "fassungslos und empört" reagierte und personelle Konsequenzen forderte, können andere die Aufregung um die Seniorin nicht nachvollziehen. Schließlich sei deren eigenes Haus schon längst nicht mehr bewohnbar gewesen, wie auch der Ortsbürgermeister von Großörner Bernd Hojenski (CDU) bestätigte. Außerdem habe sie des Öfteren Hilfe und Unterstützung immer wieder ausgeschlagen, teilten andere Einwohner der MZ mit.

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