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Mansfeld: Maroder Bahnhof wird saniert

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 19:40 Uhr
Die «Wipperliese» hält heute nicht mehr direkt am Bahnhof. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Auch wenn hier "nur" die "Wipperliese" vorbeifährt - der Mansfelder Bahnhof ist wahrlich kein Aushängeschild für die Lutherstadt. Nach Jahren des Leerstands bietet das Gebäude einen trostlosen Anblick. Das soll sich aber bald ändern.
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Mansfeld/MZ. 

Auch wenn hier "nur" die "Wipperliese" vorbeifährt - der Mansfelder Bahnhof ist wahrlich kein Aushängeschild für die Lutherstadt. Nach Jahren des Leerstands bietet das Gebäude einen trostlosen Anblick. Das soll sich aber bald ändern: Der Bauunternehmer Andreas Michaelis hat den Bahnhof bei einer Auktion erworben und jetzt mit der Sanierung begonnen. Der 43-Jährige plant, in dem denkmalgeschützten Gebäude "höherwertige" Wohnungen einzurichten. Und er ist zuversichtlich, dass sich das aufwändige Projekt rechnen wird. "Ich habe schon Anfragen von Miet-Interessenten", so Michaelis, der bereits ein ehemaliges Bahn-Gebäude schräg gegenüber dem Bahnhof gekauft und saniert hat.

Als gebürtiger Mansfelder sei er früher regelmäßig mit der "Wipperliese" gefahren und habe den Bahnhof also noch in seinen besseren Zeiten erlebt. Neben einer Schalter- und Wartehalle gab es damals auch eine Gaststätte sowie Wohnungen in dem 1920 eingeweihten Gebäude. Seitdem es leersteht, haben ihm nicht nur Wind und Wetter zugesetzt, sondern vor allem auch Vandalismus. So finden sich innen zahlreiche große Steine, die in die Fenster geworfen worden sind. Durch diese Öffnungen sowie durch das marode Dach ist jahrelang Wasser eingedrungen. Eigentlich, so Michaelis, sei das Gebäude fast abrissreif. Die Sanierung lohne sich trotzdem, weil es recht günstig zu haben war und weil sich etwas daraus machen lasse. "Es ist ja ein sehr schönes Haus." Er werde schrittweise daran arbeiten. "Wir haben jetzt erst einmal mit dem Dach und der Erneuerung der Gauben angefangen", sagt der gelernte Dachdecker, der seit 2004 seine eigene Baufirma betreibt. "Dann geht es innen weiter." Denkbar wäre, so Michaelis, dass Wohnungs-Interessenten an der Planung beteiligt würden. Auch der Lagerschuppen am Bahnhof solle saniert und für Wohnzwecke umgebaut werden. Was den Denkmalschutz angeht, habe ihn Volker Büttner von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises beraten.

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