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Kritik am Ordnungsamt Hettstedt: Toter Hund gibt Rätsel auf

Uhr | Aktualisiert 14.01.2013 19:30 Uhr
Das Tier lag regungslos da. (FOTO: PRIVAT) 
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Nach dem Fund eines zurückgelassenen Welpen in einem Eisleber Park vergangene Woche beschäftigt nun ein toter Hund in Wiederstedt die Einwohner. Und sorgt für Spekulationen. Wurde der Mischling ausgesetzt? Oder ist der Vierbeiner ausgebüxt und wurde angefahren?
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wiederstedt/MZ. 

Eins steht zumindest fest: Vor wenigen Tagen lag er tot mitten auf der Straße in Richtung Arnstedt. "Ich konnte sehen, dass er am Mund verletzt war", erzählt eine Sierslebenerin, die ihr Auto anhielt, um nach dem Mischling zu schauen. Doch da sei er schon steif gewesen. Sie konnte nichts mehr für ihn tun. Außer die Behörden zu informieren, ihn abzuholen.

Doch der Anruf beim Hettstedter Ordnungsamt nahm ein anderes Ende als von ihr erwartet. "Ich musste mich erst ewig zu dem zuständigen Mitarbeiter durchfragen, um Bescheid zu sagen, dass das Tier von der Straße geräumt werden müsste. Seine Antwort darauf war: Den wird eh der Fuchs holen, aber ich sage Bescheid." Eine Antwort, über die sich die Sierslebenerin besonders ärgert. Denn eigentlich wollte sie nur helfen. Noch schlimmer: Es ist nicht das erste Mal, dass sich Tierschützer über die Reaktionen aus dem Ordnungsamt beschwert haben. Aus Sicht des Hettstedter Ordnungsamtes stellt sich der Fall anders dar: "Die Anruferin wurde höflich auf die sachlich und örtlich zuständige Behörde verwiesen. Gleichzeitig wurde ihr mitgeteilt, dass die Stadt Hettstedt versucht, die zuständige Straßenbehörde zu informieren, in der Hoffnung, dass bis zu dessen Eintreffen der Fuchs noch nicht die Reste des Tieres weggeholt hat", sagt Ordnungsamtsleiterin Christina Kosiol.

Was die Finderin des Tieres zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Zuständig für den toten Vierbeiner ist nicht Hettstedt, sondern das Ordnungsamt der Stadt Arnstein. Dort hatte sich auf Nachfrage inzwischen ein anderer Zeuge gemeldet, der den Hund ebenfalls auf der Fahrbahn liegen sah. "Wir haben sofort den Bauhof verständigt und zehn Minuten später wurde das Tier von der Straße beseitigt", sagt Melanie Müller, Sachgebietsleiterin beim Ordnungsamt.

Damit ist der Fall für sie aber noch nicht zu den Akten gelegt. Was sie beschäftigt, ist das rote Halsband mit der eingestanzten Nummer sechs, das der Hund getragen haben soll. Diese Angabe habe der Entdecker des Tieres gemacht. "Als die Bauhofmitarbeiter eintrafen, war es nicht mehr da", sagt Müller. Merkwürdig ist auch, dass bisher in der Stadt Arnstein keine Vermisstenmeldung für einen Hund eingegangen ist.

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