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Hettstedt: Schule setzt auf Training gegen Gewalt

Uhr | Aktualisiert 10.12.2012 20:07 Uhr
Schüler stehen vor der Hettstedter Ganztagsschule Anne Frank. (FOTO: ARCHIV/J. LUKASCHEK) 
Die Ganztagsschule "Anne Frank" Hettstedt plant offenbar die Einführung eines Antigewalttrainings, um Vorfällen, wie am 20. November während einer großen Pause geschehen, künftig vorzubeugen.
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hettstedt/MZ/bZ. 

An jenem Tag waren nacheinander bei Prügeleien auf dem Schulhof zwei Schüler so schwer verletzt worden, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert und operiert werden mussten.

Opfer "nicht ganz unschuldig"

Die Mutter des 14-jährigen Opfers, die Anzeige erstattete, sagte am Montag unter Berufung auf ein Gespräch mit der Schulleitung, dass Antigewalttrainung künftig Pflichtkurs werden solle. Das Landesschulamt, das ebenfalls an dem Gespräch beteiligt war, äußerte sich dazu noch nicht.

Mit Blick auf die Vorgeschichte der Prügelei sagte die Mutter: "Ich habe jetzt erfahren, dass mein Sohn nicht ganz unschuldig war." Er habe Dinge gesagt, die er nie hätte sagen dürfen. Wie aus der Schule zu hören war, müsse sich der Junge angesichts seines überheblichen Auftretens nicht zu wundern über das, was geschehen sei. Manche sagten sogar, ihm sei ganz recht geschehen.

"Er ist jetzt lammfromm", sagte seine Mutter und fügte hinzu: "Er hat sich bei uns als Eltern entschuldigt." Auch die Polizei habe dem 14-Jährigen den Kopf gewaschen für dessen Reden. "Ich hoffe, er hat es begriffen", so die Mutter, die freche Reden aber nicht als Rechtfertigung für Gewalt ansieht. Sie erwartet Schadenersatz für die verdorbene Kleidung ihres Sohnes, der immer noch nicht am Unterricht teilnehmen kann, und hat daher einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt.

Elfjähriger wieder wohlauf

Unterdessen besucht der Elfjährige, der am selben Tag ebenfalls verletzt worden war, wieder die Schule. Das sagte am Montag seine Mutter. Diese war ebenfalls zu einem Gespräch in der Schulleitung, wo von Bemühungen um ein friedliches Miteinander die Rede war. "Ich hoffe und wünsche, dass es jetzt besser läuft", so die Mutter.

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