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Hettstedt: Rohrbruch verdirbt das Fest

Uhr | Aktualisiert 11.12.2012 22:46 Uhr

Von außen scheint alles schon wieder in bester Ordnung. (FOTO: LUKASCHEK)

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In der Gerbstedter Schützenstraße hat eine geborstene Hauptwasserleitung eine Familie in eine prekäre Lage gebracht. Ihr Haus ist für eine noch unbestimmte Zeit unbewohnbar.
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gerbstedt/MZ. 

Weihnachten werden Annett Trepels, ihre beiden Kinder Max (16) und Emely (9) und ihr Lebenspartner Toni Werner in diesem Jahr auf keinen Fall zu Hause feiern können, und auch nicht Silvester. Das Heim der Familie in der Gerbstedter Schützenstraße ist nach einem Bruch der Hauptwasserleitung für unbestimmte Zeit unbewohnbar, alle vier fanden vorige Woche provisorisch Unterkunft bei Verwandten und wissen im Moment noch nicht, wann sie in ihre altvertraute Umgebung zurückkehren können.

Alle vier haben aufregende Tage hinter sich, wobei sich ihnen das Geschehen vom 4. Dezember fest eingeprägt hat. Es begann in aller Herrgottsfrühe. "Um halb fünf sind wir wach geworden, weil Wasser in die Wohnung strömte", erinnert sich Annett Trepels. Das nasse Element drang in solchen Mengen in Küche und Bad, dass die Familie in ihrer Not sogleich die Feuerwehr alarmierte und überdies die Midewa verständigte, damit diese das Wasser abstellt.

Zum Glück kam die Feuerwehr innerhalb weniger Minuten, sie installierte eine Pumpe im Haus und schaffte es so, das Schlimmste zu verhindern. "Sonst wären wir abgesoffen", sagte Annett Trepels, nach deren Erinnerung etwa um 7 Uhr der Reparaturtrupp der Midewa eintraf.

Der Schaden an der 80 Millimeter starken Hauptwasserleitung vor dem Haus war schnell gefunden und sollte zunächst mit einer Muffe geflickt werden. Als Annett Trepels das erfuhr, bekam sie fast die Panik. Denn sie wusste ja, dass vor drei Jahren die alte gusseiserne Hauptleitung fast an derselben Stelle gebrochen war und drängte auf den Austausch der Leitung, der schließlich auf einer Länge von zehn Metern erfolgte, wie von Stefan Ahrens, Niederlassungsleiter Eisleben der Midewa, zu erfahren war. Unterdessen versuchten Annett Trepels und Toni Werner in ihrer überschwemmten Küchen zu retten, was irgendwie zu retten war. Sie holten den Küchenbauer, der die Möbel ins Trockene stellte, Haushaltgeräte wurden umgesetzt und eine Firma mit der Schlammbeseitigung betraut.

Wie groß der Schaden ist, können sie im Moment noch nicht einmal schätzen. "Das ist völlig offen", sagte Annett Trepels, die seit Dienstag zwei große Trockengeräte im Haus weiß, die eine Baufirma dort für zwei bis drei Wochen aufgestellt hat. So lange wird es mindestens dauern, bis die Räume wieder ausgetrocknet sind und an weitere Arbeiten gedacht werden kann.

Wieviel Wasser bei der Havarie ins Erdreich gedrungen sein könnte? Die Midewa vermag es nicht zu sagen. "Es kann ein Kubikmeter, es können auch fünf Kubikmeter gewesen sein", so Stefan Ahrens.

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