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Hettstedt: Paintball erobert Kupferstadt

Uhr | Aktualisiert 24.01.2013 22:13 Uhr

Die moderne Form von Räuber und Gendarm? (FOTO: PRIVAT)

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Ein Sanderslebener verwirklicht sich seinen Traum von einer eigenen Spielanlage an der ehemaligen Saigerhütte.Die Spieler reisen aus dem gesamten Harz an.
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hettstedt/MZ. 

Sie sind kaum größer als Glasmurmeln, leuchten in den schrillsten Farben und sind das Hauptinstrument für eine aktuelle Trendsportart: Paintballs, zu Deutsch: Farbkugeln. Seit neustem erobern die Kugeln, die beim Aufprall zerplatzen und farbige Kleckse hinterlassen, auch die Kupferstadt Hettstedt. "Bis auf eine Anlage in Eisleben gibt es so etwas weit und breit noch nicht", begründet Geschäftsführer Steffen Ullrich, warum er eine jahrelang leerstehende Halle an der Saigerhütte bei Wiederstedt zum Paintball Center umgebaut hat.

Eigentlich ist der 39-Jährige aus Sandersleben Computerspezialist. "Ich spiele aber schon seit Jahren in meiner Freizeit Paintball", erzählt er. Damit auch andere in den Genuss dieser Sportart kommen, hatte er in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Familie und Freunden nach Feierabend Holzhindernisse zusammengeschraubt, Reifen gestapelt und Netze gespannt. Nun ist das Spielfeld auf einer Fläche von 7 000 Quadratmetern komplett. "Wir haben extra einen Bereich in der Halle ausgestattet, damit man auch im Winter spielen kann", sagt Ullrich. Was dann nur noch fehlt, ist die passende Kleidung und die Ausrüstung. "Bei uns kann man beides ausleihen."

Dann kann es losgehen. Erst werden die Spieler in zwei Teams geteilt, bevor die ersten gelben, grünen oder blauen Kügelchen - gefüllt mit Lebensmittelfarbe - durch das Gelände fliegen. "Nur rote sind verboten, das erinnert zu sehr an Blut", erklärt der Chef des Paintball Centers. Überhaupt achtet er penibel auf die Sicherheit. Wer hier spielen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Auch ohne Schutzhelm darf keiner das Gelände betreten. "Es gibt immer einen Mitarbeiter, der darauf achtet, dass niemand den Helm absetzt." Um blaue Flecken zu vermeiden, gibt es zusätzlich Brust- und Halsschutz, aber auch Handschuhe. Die Bedenken, es sei ein gewaltverherrlichender Sport, weist Ullrich zurück: "Man darf das nicht mit militärischen Übungen verwechseln. Es ist ein Teamsport, bei dem keiner erschossen, sondern markiert wird."

Mittlerweile hat sich das Paintball Center auch schon bis zum Harz herumgesprochen. Sogar aus Blankenburg, Quedlinburg und Hannover sind Spieler nach Hettstedt gereist, um selbst einmal Farbkugeln durch die Luft zu pusten. Hält der Hype an, ist eine Erweiterung nicht ausgeschlossen.

Geöffnet ist Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

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