Hettstedt
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Hettstedt: Mit dem Mobiltelefon auf Stadttour

Uhr | Aktualisiert 13.12.2012 21:47 Uhr
Zum selbst ausprobieren: Mit einem entsprechenden Programm wie Quick Scan werden Sie auf die Internetseite weitergeleitet. (FOTO: LUKASCHEK) 
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Hettstedt ist erste Stadt in der Harzregion, in der Baudenkmäler mit so genannten QR-Codes versehen sind.
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hettstedt/MZ. 

Sie sind klein, schwarz-weiß. Und füllen gerade einmal die Fläche eines Preisetiketts: die winzigen Quadrate, aus denen so genannte QR-Codes (abgekürzt für Quick Response, auf Deutsch: schnelle Antwort) bestehen. Doch der Code kann viel mehr als nur immer häufiger auf Schautafeln und Werbeprospekten zu kleben. Wer die Kamera seines internetfähigen Mobiltelefons dran hält und zwei Sekunden wartet, dem öffnet sich seit dieser Woche sogar die gesamte Stadtgeschichte von Hettstedt. Mit unzähligen Texten und Bildern vom Rathaus, Saigertor & Co.

Wer es selbst ausprobieren möchte, muss nicht lange im Stadtgebiet nach den QR-Codes suchen. Gleich an neun der bekanntesten Baudenkmäler sind seit neuestem A3-große Schautafeln montiert, samt Foto des Gebäudes, Kurzinfo und einem CR-Code zum Weiterlesen. Damit ist Hettstedt die erste Stadt in der Harzregion, die der Regionalverband Harz mit diesem neuen Informationsmedium ausgestattet hat.

Die Idee dafür hatte allerdings ein anderer, nämlich Hettstedts Ortschronist Otto Spieler: "Ich habe von diesen Codes im Fernsehen gehört. Manche Großstädte und Museen haben sie schon. Und da dachte ich: Wieso nicht auch Hettstedt?" Da der Regionalverband Harz, der sich für den Erhalt von Baudenkmälern und Umweltschutz einsetzt, sowieso vorhatte die Sehenswürdigkeiten der Kupferstadt zu beschildern, kam die Idee zur rechten Zeit. "Wir hatten im Frühjahr in der MZ gelesen, dass der Kulturausschuss gern eine umfangreiche Beschilderung hätte, weil es die noch nicht gibt. Und da der Regionalverband genau das macht, passte die Zusammenarbeit perfekt", sagt Isabel Reuter, Mitarbeiterin des Verbandes.

Ziel ist es, mit den Schildern die Stadt vor allem touristisch aufzuwerten. "Wer an einem bestimmten Gebäude besonderes Interesse hat, kann mit dem QR-Code auf dem Mobiltelefon weiterlesen", erklärt Reuter. Zumal die vielen Informationen sowieso nicht auf die Tafeln gepasst hätten.

Diese Neuheit macht natürlich Hettstedts Bürgermeister Danny Kavalier (CDU) mächtig stolz: "Das ist fantastisch und so können wir auch die jungen Leute für die Stadtgeschichte begeistern, gerade im Hinblick auf die jugendfreundliche Stadt". Und Hettstedts Bürgermeister geht noch einen Schritt weiter. Auch auf Infobroschüren, die die Stadtverwaltung in Zukunft in Auftrag gibt, sollen QR-Codes aufgedruckt sein.

Auch für den Naturpark Harz ist das Projekt noch nicht beendet. "Wenn es die finanziellen Mittel zulassen, werden im kommenden Jahr noch zehn weitere Baudenkmäler mit Schild und QR-Code versehen", sagt Reuter. Dann aber über die Stadtgrenzen hinaus, wie etwa in Walbeck oder Ritterode.

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