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Hettstedt: Jugendparlament vorm Start

Uhr | Aktualisiert 25.06.2012 21:48 Uhr
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Alles schaut am Dienstagabend auf 31 Arme. Sobald die Mehrheit grüne Zettel in die Luft hebt, ist es amtlich: Dann hat die Stadt Hettstedt ganz offiziell das erste Kinder- und Jugendparlament im Landkreis Mansfeld-Südharz.
hettstedt/MZ. 

Mit dem Ja der Stadträte sollen die Kinder und Jugendlichen schon nach den Sommerferien im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Ideen diskutieren, wie die Kupferstadt für die Jugend noch lebenswerter werden kann - so lautet das Ziel der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Sie ging aus Diskussionen der Hettstedter Zukunftsgruppe hervor, die sich vorgenommen hat, Hettstedt zur kinder- und jugendfreundlichsten Stadt Sachsen-Anhalts zu machen.

Elf Kinder und Jugendlichen aus allen Bildungseinrichtungen der Stadt sollen dieses Ziel aktiv in dem Parlament mitgestalten. Und der Jugend eine Stimme geben. Damit es schnell losgehen kann, werden die jeweiligen Schulvertreter in der sechsmonatigen Probephase nicht gewählt, sondern von den Schulen bestimmt, beziehungsweise die Schulsprecher die Aufgabe übernehmen.

Ab dem kommenden Jahr sind Schulwahlen geplant. Jeder, der Interesse an der Arbeit im Parlament hat, kann kandidieren. Vorausgesetzt er ist zwischen 8 und 18 Jahren. Die Zusammensetzung hat sich Hettstedt vom thüringische Saalfeld abgeschaut. Dort gibt es schon seit Jahren ein Kinder- und Jugendparlament.

Aber nicht nur in Saalfeld sind die Kinder begeistert, auch die Hettstedter Schüler brennen auf den Start: "Es gibt viel Interesse an den Schulen", sagt Hettstedts Bürgermeister Danny Kavalier (CDU).

Unklar ist bisher aber, inwieweit dem Parlament Themen und Mitspracherecht vorgegeben werden. Schon vor der Stadtratssitzung am Dienstag hat das Thema zu Diskussionen in den Ausschüssen geführt. "Es darf kein Debattierclub werden", warnt Tilo Wechselberger, Vorsitzender der CDU / SPD-Fraktion. Deshalb sei es wichtig, die Aufgaben genau zu definieren. Ganz anders sieht das Harti Rische, Fraktionsvorsitzender der Linken: "Wir sollten ihnen keine Regularien vorschreiben, sondern ihnen Kompetenzen geben. Schon allein, wenn sie sich für ein Parlament interessieren, ist das schon ein guter Anfang." Auch Hettstedts Bauamtsleiter Thomas Heinevetter kann dies nur unterstützen: "Wir müssen den Kindern eine Chance geben, sich selbst zu organisieren."

Damit die Nachwuchs-Parlamentarier nicht ganz auf sich allein gestellt sind, werden zu den Sitzungen aller vier Wochen auch Vertreter der Stadt anwesend sein. Anfangs sogar Bürgermeister Kavalier.

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