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Hettstedt: Film einer Hettstedterin bald im Kino

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 19:31 Uhr
Ralf Matuschek, Kinoverein 009: «Er passt perfekt zu unserer Trilogie.» (ARCHIVFOTO: MZ) 
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Der Film steht, die Leinwand auch. "Die Fragen sind nur noch: Wie wir es aufziehen, wann und wo", sagt Ralf Matuschek, vom Eisleber Kinoverein 009. Lange hatte er nach der Hettstedter Regisseurin des Films "Sonnenregenkinder" gesucht, um mit ihr Kontakt aufzunehmen.
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hettstedt/MZ. 

"Er passt perfekt in unsere Trilogie von Filmen, die von Regisseuren aus dem Landkreis gedreht wurden und die wir in diesem Jahr dem Publikum präsentieren wollen", sagt Matuschek.

Zwar ist es schon neun Jahre her, dass die letzte Klappe dieses Films fiel. An Aktualität hat der Streifen trotzdem nicht eingebüßt, findet die aus Hettstedt stammende Filmemacherin Catherine Radam. Zumal der Film auch einigen im Mansfelder Land noch unbekannt sein dürfte.

Bis auf ein paar Vorführungen an den Schulen und bei kulturellen Veranstaltungen wie in der Hettstedter Gangolfkirche flimmerte er bisher nicht ein einziges Mal öffentlich über die Kinoleinwände der Region. Doch genau das soll sich bald ändern. "Ich würde mich sehr freuen, wenn der Film in Hettstedt gezeigt werden könnte", sagte sie am Mittwoch der MZ. Schließlich spielt der Streifen aus dem Jahre 2004 zu einem Teil auch dort.

Die Geschichte des 30-minütigen Dokumentarfilms ist schnell erzählt: Sie handelt von großen Träumen dreier DDR-Bürger. Und das, was aus diesen 15 Jahre nach der Wende geworden ist. "Ich wollte wissen, welche Vorhaben Jahre später eingelöst wurden", so Regisseurin Radam, die auch sich nicht von diesem Rückblick ausschließt.

Allerdings sind die Hauptdarsteller andere. Zum Beispiel ihr Vater Hans-Jürgen Radam, der bis vor kurzem das Mansfeld-Museum im Hettstedter Ortsteil Burgörner leitete und nun im Vorruhestand ist. "Es sollten drei Menschen aus verschiedenen Generationen sein", sagt Catherine Radam. Neben ihrem Vater stehen deshalb auch ihr guter Freund aus Berlin und dessen Vater im Mittelpunkt. Eingebaut sind auch Ausschnitte aus DDR-Kindersendungen und private Fotos aus der Zeit.

Für diese Dokumentation wurde sie in Berlin sogar mit dem Silbernen Clip beim Jugend und Medienfestival ausgezeichnet. Es war nicht ihr letzter Preis, den sie für ihre Arbeiten einheimste.

Heute lebt die 33-Jährige nach mehrjähriger Abstinenz für ein Filmregiestudium in Wien inzwischen wieder in Berlin und arbeitet als Redakteurin und Regisseurin beim Wissenschaftsmagazin "Newton" des österreichischen Fernsehsenders ORF.

Doch fernab der Heimat wächst auch ihre Lust, einen weiteren Film im Mansfelder Land zu drehen. "Immer wieder wird über die Region berichtet. Wieso soll das nicht jemand machen, der auch von hier stammt?", sagt Radam.

Noch ist das aber Zukunftsmusik. Im Moment bereitet sich die Filmemacherin auf einen Kinodokumentarfilm vor. Wenn der im Kasten ist, könnte im Anschluss ihr erster Spielfilm folgen.

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