"Wir werden in der Thematik nun neue Wege gehen", kündigte Hettstedts Bürgermeister Danny Kavalier (CDU) bei der jüngsten Hauptausschusssitzung am Mittwochabend an.
Demnach werden innerhalb der nächsten drei Jahre nicht nur neue Bäume an gleicher Stelle gepflanzt. "Es wird noch ein zusätzliches Projekt geben, um das Gebiet aufzuwerten", erklärte Kavalier. Nähere Details dazu wollte er jedoch noch nicht verraten. Nur das Stichwort Baumpatenschaften fiel.
"Es soll ein Anziehungspunkt für die Bürger werden", hofft der Bürgermeister, der mit seinen neusten Plänen auch auf Zuspruch bei der gerade erst gegründeten Hettstedter Interessengemeinschaft (IG) Pro Baum stößt.
"Wenn es wirklich ein solches zusätzliches Projekt geben wird, wäre das klasse", findet Frank Schlanstedt, Mitglied bei Pro Baum.
Und die Stadt Hettstedt geht noch weiter: Sowohl die IG Pro Baum als auch alle anderen Vertreter von Naturschutzorganisationen im gesamten Landkreis werden außerdem noch in diesem Monat von der Stadt Hettstedt zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Inhaltlich soll es noch einmal um die Fällaktion zur Jahreswende gehen. "Jeder kann dort seine Sicht der Dinge noch einmal darstellen. Zudem wird ein Förster Rede und Antwort stehen", kündigte Kavalier am Donnerstag der MZ an.
Währenddessen sind weitere Baumfällaktionen im Stadtgebiet in diesem Jahr nicht geplant, hieß es aus der Verwaltung. Lediglich verschnitten werden weitere Bäume - zur Gefahrenabwehr. Besonders im Tierpark Walbeck, vor Kitas, Schulen und auf Friedhöfen sollen die Bäume in Form gebracht und von Ästen befreit werden, die drohen abzubrechen.
Insgesamt will sich die Stadt diese Baumpflegearbeiten bis zum Jahresende 80 000 Euro kosten lassen, allein rund 27 000 Euro sind nach Angaben der Verwaltung für die neuen Bäume auf dem Gelände des gefällten Waldes eingeplant. Zusätzlich kommen weitere Bäume in den nächsten zwei Jahren an gleicher Stelle in die Erde.