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Erneuerbare Energien: Der erste Solarpark in Hettstedt

Uhr | Aktualisiert 10.01.2013 20:42 Uhr
Auf einer Freifläche im Gewerbegebiet Ritteröder Straße werden derzeit Pfeiler in die Erde gerammt. Sie sind das Grundgerüst für die Photovoltaik-Platten, die im Anschluss montiert werden. (FOTO: KLAUS WINTERFELD) 
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Eine Firma aus Oberbayern investiert 4,5 Millionen Euro in Hettstedter Gewerbegebiet. Zukünftig soll Strom für 1 000 Haushalte erzeugt werden.
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hettstedt/MZ. 

Das Ziel ist ehrgeizig: "Wir gehen davon aus, dass der Solarpark im März ans Netz gehen kann", sagt Toni Bühler, Geschäftsführer der Bavaria Sun Power GmbH im oberbayerischen Rimsting. Erst in dieser Woche haben die Bauarbeiten auf der Freifläche im Gewerbegebiet in der Ritteröder Straße in Hettstedt begonnen. Es ist der erste große Park überhaupt in der Stadt Hettstedt, lediglich im Ortsteil Walbeck gibt es schon zwei.

Kurzfristige Entscheidung

Dass es plötzlich so schnell geht, davon wurde auch die Hettstedter Stadtverwaltung auf Nachfrage überrascht. Doch Geschäftsführer Bühler hat eine einfache Erklärung dafür: "Wir haben kurzfristig von dem Angebot einer anderen Solarfirma erfahren, die ursprünglich dort bauen wollte. Dann haben wir gleich zugeschlagen und uns die Rechte gesichert."

Mittlerweile sind schon eine ganze Reihe an Pfeilern für die Anlage in den Boden gerammt worden. "Es ist etwas schwierig, weil durch das benachbarte Umspannwerk viele Leitungen auf der Fläche entlanglaufen", nennt Bühler die Probleme. Nichtsdestotrotz ist er zuversichtlich, dass bis Ende Januar die Anlage, die sich das Unternehmen insgesamt 4,5 Millionen Euro kosten lässt, komplett steht. Anschließend soll sie an das Stromnetz angeschlossen werden.

Pacht für mindestens 20 Jahre

"Dann werden mehr als 1 000 Haushalte in Hettstedt mit gesunder Energie versorgt. Das ist eine beträchtliche Summe", findet Bühler. Umgerechnet werden laut Planung dann jährlich 3,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Mindestens in den nächsten 20 Jahren. So lange hat das Unternehmen die Fläche neben einem Restpostenanbieter von der Stadt gepachtet. Mit der Option auf Verlängerung um bis zu zehn Jahren. Über die Investition könne sich laut Bühler die Stadt Hettstedt doppelt freuen: "Sie bekommt nicht nur 70 Prozent der Gewerbesteuern, sondern ist auch am Ertrag beteiligt." Je öfter die Sonne auf die Photovoltaik-Platten strahlt, desto größer auch der Gewinn für die Stadt.

Für die Bavaria Sun Power GmbH ist es bei weitem nicht das erste Bauprojekt dieser Art. Das Unternehmen ist kein Unbekanntes in der Branche. "Wir haben in den vergangenen drei Jahren bereits 15 Solarparks gebaut", sagt Geschäftsführer Bühler. Dabei lege man besonders Wert auf kristalline Module, die komplett recycelt werden können.

Weitere Parks nicht ausgeschlossen

Auch der aktuell im Bau befindliche Solarpark in der Kupferstadt soll nicht der einzige im Mansfelder Land für die Firma bleiben. Geschäftsführer Bühler: "Es könnte noch einen weiteren in Hettstedt und einen in der näheren Umgebung geben. Die Gespräche dazu laufen."

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