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Erbkrankheit: Erneute OP für zwölfjährige Madlen

Uhr | Aktualisiert 21.12.2012 20:04 Uhr

Madlen und ihre Mutter. (FOTO: LUKASCHEK)

Die zwölfjährige Madlen Meister, die an einer seltenen Erbkrankheit leidet, muss sich im Frühjahr nun doch einer Operation unterziehen, von der sie schon glaubte, sie würde ihr erspart bleiben.
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sylda/Mz/BZ. 

Vor Weihnachten muss Familie Meister in Sylda einen Rückschlag verkraften. Ihre zwölfjährige Tochter Madlen, die an einer seltenen Erbkrankheit leidet, was zur Folge hat, dass ihre Knochen an Händen und Füßen und auch der Schädel nicht richtig mitwachsen, muss sich im Frühjahr nun doch einer Operation unterziehen, von der sie schon glaubte, sie würde ihr erspart bleiben.

Mädchen bleibt tapfer

Wider Erwarten fanden Ärzte bei einer Spezialuntersuchung heraus, dass das Loch in Madlens Schädeldecke größer geworden ist. "Sie haben festgestellt: je mehr das Mädchen wächst, desto größer wird das Loch", sagte Mutter Bianca Meister, die wie die ganze Familie eine Weile brauchte, um diese Nachricht zu verdauen.

Auch Madlen, die mittlerweile zu einem jungen Fräulein herangewachsen ist, reagierte enttäuscht, hat sich dann aber mit der Situation abgefunden, dass im März das Loch in ihrer Schädeldecke endgültig geschlossen werden soll.

Bereits im Januar muss ihre linke Hand operiert werden. Wegen der Sehnen, die nicht mitwachsen wollen, weshalb ihre Finger krumm geworden sind. Für Madlen wird das die 22. Operation sein, im Frühjahr folgt dann schon die 23. Doch das Mädchen, das bis vor wenigen Monaten ein Helm tragen musste, ist tapfer. Es weiß ja, dass diese Eingriffe sein müssen. Trotzdem hat sie am Anfang geschimpft, weil sie voraussichtlich ein halbes Jahr nicht in die Schule kann.

Hoffnung auf Hausunterricht

Madlen geht in Halle in die 5. Klasse der Schule für Körperbehinderte, wo sie gut voran kommt. "Schule ist super", sagt ihre Mutter, die die Hoffnung hegt, dass Madlen nach der Operation vielleicht Hausunterricht bekommt, damit sie nicht so viel versäumt. Bianca Meister bleibt optimistisch. "Wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt sie und äußerte zuversichtlich, dass nach den Operationen alles gut sein wird.

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