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Entdeckung: Rätselhafte Lichter über Park

Uhr | Aktualisiert 23.01.2013 19:19 Uhr
Waren solche Himmelslaternen verantwortlich für das mysteriöse Leuchten? (ARCHIVFOTO: DPA) 
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Mysteriöse Lichter beschäftigen seit Tagen etliche Einwohner von Hettstedt. Direkt über dem Stadtpark wurden die rätselhaften Leuchtkörper bereits am späten Sonntagabend gesichtet.
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hettstedt/MZ. 

Langsam sollen die hellgelben, länglichen Objekte von weit oben vom Himmel gefallen sein. So zumindest schildert es ein Anwohner, der das Spektakel in der Luft beobachtet hat. Nichtsahnend war er bei Minusgraden gegen 20.30 Uhr vor die Tür getreten, um die Frontscheibe seines Autos mit einer Decke abzudecken. "Dann habe ich auf einmal die Lichter gesehen. Sie flogen schräg über den Stadtpark in Richtung Weinberg", berichtete er nun der MZ. Das Merkwürdige daran: Alles passierte vollkommen geräuschlos. Und in gewissen Abständen. Nach etwa einer viertel Stunde sei der Spuk dann vorbei gewesen.

"Ich habe schon überlegt, ob ich die Polizei informiere", sagt der Hettstedter, der davon aber abließ. Von dem Vorfall hörte die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage zum ersten Mal. "Uns ist nichts darüber bekannt", bestätigt Polizeisprecher Heiko Prull. Was es mit den ominösen Lichtern auf sich hat, kann auch der Hettstedter Hobby-Astronom Klaus Rockmann nicht hundertprozentig aufklären.

Er kann zumindest aber Entwarnung geben: "Ein Meteorit war es nicht, sondern etwas Künstliches. Spontan würde ich auf Chinaballons tippen." Diese Papierballons würden zunächst mit einem Teelicht durch die Erwärmung in die Luft steigen und anschließend durch Abkühlung wieder nach unten gehen. "Möglicherweise sind sie auch abgebrannt und die Fetzen sahen so aus, wie der Beobachter beschreibt", vermutet Rockmann.

Auffälligkeiten hätte er jedenfalls auch auf einschlägigen Internetseiten, auf denen außergewöhnliche Phänomene am Himmel sofort dokumentiert werden, in den vergangenen Tagen nicht entdecken können.

Dass es so genannte Himmelsballons gewesen sein könnten, hält auch Hettstedts Stadtwehrleiter Ingo Warschawski nicht für ausgeschlossen: "Es ist aber schon drei, vier Jahre her, dass ich solche Ballons im Stadtgebiet das letzte Mal gesehen habe. Denn eigentlich sind sie offiziell verboten."

Schließlich ginge von den schwebenden Papierlaternen auch eine Gefahr aus. Sie könnten nämlich unkontrolliert vom Himmel fallen und am Boden etwas entzünden, sagte er. Bisher ist die Hettstedter Wehr allerdings von Bränden, die durch Chinaballons entzündet wurden, verschont geblieben.

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