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Einbrüche um den Süßen und den Salzigen See: Sind Lauben noch sicher?

Roland Bartnitzek und Andreas Vogeley vor einem Bungalow

Roland Bartnitzek und Andreas Vogeley vor einem Bungalow

Foto:

Lukaschek

Aseleben -

Roland Bartnitzek, Ortsbürgermeister von Aseleben, schlägt Alarm. Rund um den Süßen und den Salzigen See treiben seit einigen Monaten Diebe ihr Unwesen. „Das ist ein richtige Einbruchsserie, die wir hier haben“, so Bartnitzek. Er selbst wurde jüngst Opfer, als in seinen Bungalow eingebrochen wurde.

170 Kilogramm schweren Küchenkaminofen gestohlen

Der befindet sich an der Südseite des Salzigen Sees. „Das erste Mal kamen die Diebe Anfang Januar dieses Jahres“, erzählt der Ortsbürgermeister und Mitglied des Ortschaftsrates von Aseleben. Dabei hätten sie sich an der Tür seines Bungalows zu schaffen gemacht, seien dann jedoch unverrichteter Dinge wieder abgezogen - um zwischen dem 11. und 12. Januar zurückzukehren. Dieses Mal mit mehr Erfolg. „Die haben die Tür kaputt gemacht, einen 170 Kilogramm schweren Küchenkaminofen, Töpfe und ein Ofenrohr geklaut“, berichtet Bartnitzek. Doch damit nicht genug. Auch zwei Fenster des Bungalows bauten die Diebe aus. Beide Fälle hat Bartnitzek der Polizei gemeldet. Doch getan habe sich bislang nichts. Er glaubt, dass die Täter mit System vorgehen. Denn es handelt sich nicht um den einzigen Einbruch in der Region. Bereits im November 2015 wurde die Finnhütte von Andreas Vogeley am Krähenberg zwischen Aseleben und Seeburg von Dieben heimgesucht. „Die sind in meine und in drei andere Finnhütten eingebrochen“, so Vogeley. Aus seiner Hütte seien Lampen und Werkzeug entwendet worden. Zudem wurde die Eingangstür beschädigt. Der letzte ihm bekannte Einbruch muss nach Aussage von Roland Bartnitzek um den 3. Februar herum gewesen sein. Da hatten es die Täter auf einen Bungalow am Nordstrand des Süßen Sees abgesehen. Auch hier klauten sie einen großen Kaminofen, einen Anhänger und diverse Werkzeuge. „Die Fälle ähneln sich“, sagt Bartnitzek, „doch die Polizei kommt bei der ganzen Sache einfach nicht voran.“

16 Fälle seit vergangenem November

Heiko Prull, Sprecher des Polizeireviers Eisleben, sind diese Vorfälle durchaus bekannt. „Es gab in dieser Region Einbrüche, aber nicht in exorbitant hohem Maß“, sagt Prull auf Nachfrage der MZ. Insgesamt waren es seit November 2015 16 Fälle. Die Polizei sei derzeit mit der Auswertung der Spuren beschäftigt, so Prull. Diese wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Konkrete Hinweise auf die Täter gebe es derzeit nicht.

In Bezug auf präventive Maßnahme rät Prull Laubenbesitzern, ihre Grundstücke nach jeder Saison zu sichern: „Je wertvoller die Lauben ausgestattet sind, desto höher ist das Risiko eines Einbruchs.“ Zudem bietet die Polizei eine kostenlose Beratung vor Ort an. Hierbei gibt ein Regionalbereichsbeamter Tipps, wie sich die jeweilige Laube besser schützen lässt. (mz)

Die Beratungsstelle hierfür ist unter 03475/670315 oder 03475/670204 erreichbar.


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