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Club der Alten Meister: Walter Heineck übernimmt Club-Vorsitz von Helmut Strahl

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 19:46 Uhr
47 aktive Mitglieder hat der Club der Alten Meister. Der neue Vorsitzende Walter Heineck (re.) will ihn im Sangerhäuser Raum bekannter machen. (FOTO: SALZMANN) 
Wechsel an der Spitze des Clubs der Alten Meister: Tischlermeister Helmut Strahl aus Helfta, der langjährige Vorsitzende, gibt sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen ab.
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Hettstedt/MZ/SUS. 

Seine Nachfolge tritt der Wolferstedter Frisörmeister Walter Heineck an, einer der Jüngsten unter den 47 aktiven Mitgliedern. Heineck übernimmt den Vorsitz in einem traditionsreichen und anscheinend in Deutschland einzigartigen Club. "Bisher konnten wir keinen weiteren derartigen Club ausfindig machen", so Regina Ziesche, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft.

Warum sollten sich die Altmeister jeglicher Handwerksgewerke und deren Partner nicht regelmäßig treffen, Reisen und Ausflüge unternehmen und in netten Plauderrunden dem Alltag einmal entfliehen? So dachten einige Handwerksmeister vor über 15 Jahren. Also gründete Helmut Strahl mit anderen Meistern 1997 den Club der Alten Meister.

Viele Wünsche hat Strahl für die Zukunft des Clubs nicht: weitere Unternehmungen, und mehr Nachwuchs. Neue Mitglieder, also Meister und deren Partner, die gerade vom Berufsleben ins Rentnerdasein wechseln, seien willkommen. "In den letzten Jahren sind 32 unserer Mitglieder verstorben und unser Altersdurchschnitt liegt bei fast 80 Jahren." Richard Stock aus Hettstedt sagt: "Der Zusammenhalt zwischen uns Mitgliedern und den anderen alten Meistern geht langsam verloren." Es sei wichtig, findet der 84-jährige Tischlermeister, die Traditionen des Clubs aufrecht zu erhalten. Die neuen "Alten Meister" will Heineck nun ansprechen, überall im Landkreis, insbesondere in Sangerhausen solle der Club mehr Präsenz zeigen. Das sei in den letzten Jahren vernachlässigt worden, Veranstaltungen fanden eher im Mansfelder Land statt. Besonders stolz ist der Club auf das Handwerkermuseum in Eisleben, das seit 1998 aufgebaut worden ist. Mehr als 4 000 Gegenstände verschiedenster Gewerke befinden sich darin. "Solange ich lebe, gebe ich das Museum nicht auf", sagt Strahl. Wohl wissend, dass das Museum nicht dem Club, sondern allen Innungen der Kreishandwerkerschaft gehört. Es kommt aber auch Strahls Lebenswerk gleich, denn sämtliche Tischlerarbeiten sind von ihm. Hier befindet sich unter anderem das älteste Zunftbuch Mitteldeutschlands: vom Bäckerhandwerk aus dem Jahr 1518. Um all die Schätze aufzubewahren, müsste unbedingt eine Heizung eingebaut werden, sagt Strahl.

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