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Vermisste Kinder: Polizei greift vermisste Ausreißer am halleschen Bahnhof auf

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 00:13 Uhr
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Die vermissten Jungen waren mit einem unbekannten Mann unterwegs. Der Fremde hatte ein weiteres Kind bei sich.
Halle (Saale)/krosigk/MZ. 

Glückliches Ende einer nervenaufreibenden Suche: Die beiden seit Sonntag aus einem Kinderheim in Krosigk ausgebüxten Kinder sind Donnerstagabend am halleschen Hauptbahnhof wieder aufgetaucht. Polizeibeamte haben sie unverzüglich zurück ins Heim gebracht. „Sie haben bislang nichts erzählt. Wir wissen daher noch nicht, wo sie sich in den vergangenen Tagen aufgehalten haben“, sagte Polizeisprecher Jürgen Müller der MZ. Der Fall ist damit längst nicht gelöst, denn die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Die Kinder waren am Montag in der halleschen Bahnhofsmission in Begleitung eines unbekannten Mannes gesichtet worden. Neben den beiden Ausreißern hatte der Fremde ein weiteres Kind bei sich. Waren ihm die Jungen freiwillig gefolgt? „Diese Frage können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Hinweise für eine Straftat hat es jedenfalls nicht gegeben“, erklärte Müller.

Die Polizei hatte intensiv nach den Kindern gesucht, die bislang nicht als Ausreißer bekannt gewesen sind. „Wir haben sämtliche Orte aufgesucht, an denen Bekannte wohnen - ohne Erfolg.“

Um wen es sich bei dem Unbekannten handelt, sei noch unklar. Die Polizei steht deshalb auch mit der Bahnhofsmission in Halle und auch mit dem Kinderheim in Krosigk in Kontakt. Der Vermisstenfall galt als einer der schwierigsten in den letzten Monaten.

Der 13-jährige Justin, dessen Mutter in Querfurt wohnt, hatte sich mit seinem Kumpel sowie dem Mann in der halleschen Bahnhofsmission an der offenen Verpflegungsausgabe angestellt, teilte Halles Superintendent Hans-Jürgen Kant auf MZ-Nachfrage mit. Der Kirchenkreis Halle-Saalkreis ist Träger der Bahnhofsmission. Mitarbeiter der Mission waren auf die Kinder aufmerksam geworden, weil sie sich während der Schulzeit in der Einrichtung aufhielten. Man habe versucht, das Heim in Krosigk zu erreichen, weil die Kinder mitgeteilt hätten, dort zu leben.

„Ein Anlass, die Polizei anzurufen, bestand nicht“, so Kant weiter. Die Leitung der Bahnhofsmission soll die Jungen zum Bleiben aufgefordert haben. „Doch die Kinder haben nicht darauf gehört. Sie haben die Mission noch während des Telefonats in Begleitung des Erwachsenen und des dritten Kindes verlassen“, sagte Kant. Ob und in welchem Zusammenhang der Mann mit dem Verschwinden der Kinder am Sonntag steht und ob nicht doch eine Straftat vorliegt, ist laut Polizei nun Teil der Ermittlungen.

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