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Straßenbeleuchtung: Es werde Licht in Halle

28.01.2011 22:30 Uhr | Aktualisiert 28.01.2011 23:27 Uhr
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Halle bei Nacht

Helle Nacht in Halle und das soll nicht nur zum Laternenfest sein. (Foto: Gellert)

Von MICHAEL TEMPEL
Gute Nachrichten für die Hallenser, die in Vierteln außerhalb des Innenstadtrings wohnen: Ab März soll es in ihren Straßen wieder heller werden.
Halle (Saale)/MZ. 

Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Krause kündigte am Freitag an, dass alle bislang abgeschalteten Straßenlaternen nach und nach wieder zugeschaltet werden. Möglich wird das durch die vom Stadtrat beschlossene Übertragung der Straßenbeleuchtung an die Stadtwerke.

Nur in der City alle Lampen an

Beispielsweise in Kröllwitz, in Nietleben, auf dem Dautzsch und auch in Halle-Ost war 2003 in vielen Straßen jede zweite Laterne aus Kostengründen ausgeknipst worden. Nur in der City blieben alle Anlagen am Netz. Insgesamt sind so etwa 30 Prozent der 22 700 Laternen aus. "Bis spätestens 1. September wird Halle wieder wie jede andere schöne Stadt beleuchtet sein", versprach Krause.

In den kommenden Wochen, so Krause weiter, werden die stillgelegten Laternen mit neuen, Energie sparenden Birnen bestückt und ans Stromnetz angeschlossen. Gleichzeitig werden veraltete Laternen nach und nach modernisiert. Krause zufolge sollen bis Ende 2012 insgesamt rund 4 400 Anlagen auf Vordermann gebracht werden. Zudem werden insgesamt 7 500 Birnen mit hohem Energieverbrauch gegen sparsamere ausgetauscht. "Dafür investieren wir zwei Millionen Euro." Halles Straßenbeleuchtung ist in großen Teilen verschlissen. Inklusive Stromverbrauch und Wartung fallen jährlich Kosten von 3,2 Millionen Euro an. Nach den Modernisierungen sollen nur noch zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Halles Straßenlicht wurde bisher von der Stadtwerke-Tochter EVH im Auftrag der Stadt bewirtschaftet. Der Vertrag bot dem Dienstleister allerdings keinen Anreiz für Investitionen, die Stadt war dazu selbst auch nicht in der Lage. Künftig werden die Laternen von der neuen Stadtwerke-Tochter Stadtbeleuchtung Halle Service GmbH (SHS) betrieben. Die Anlagen bleiben zwar im Stadtbesitz. Der neue Betreiber erhält nun aber im ersten Jahr pro Laterne ein Entgelt von 89,90 Euro und wird zu Investitionen verpflichtet.

Idee mit Bewegungsmeldern

Wie Krause sagte, wolle man in den kommenden Jahren auch den Einsatz von LED-Lampen testen. Geprüft werden soll zudem, ob außerhalb von Wohngebieten wie auf der Peißnitz Laternen mit Bewegungsmeldern bestückt werden, um weitere Spareffekte zu erzielen.

Die Firma SHS zählt acht Mitarbeiter. Da diese Mannschaft die umfangreichen Modernisierungen nicht bewältigen könnte, wird auf zwei Auftragsfirmen zurückgegriffen. Die Straßenleuchten-Übertragung bezeichnete Krause "als Geschäft, mit dem wir leben können. Reich werden wir damit aber nicht." Erwogen werde aber, mit der SHS auch die Straßenbeleuchtung anderer Kommunen zu bewirtschaften.