Sicher nett gemeint, kommt die Botschaft bei einigen Empfängern jedoch nicht so gut an.
Frohe Weihnachten hat die Stadt Halle auch Joachim Schwerdtner aus Bad Lauchstädt gewünscht. Er hatte Post aus dem Rathaus bekommen: Ein Strafzettel, zehn Euro soll er zahlen, wegen Falschparkens - mitsamt freundlichem Briefumschlag. "Das ist doch der reine Hohn", sagt Schwerdtner. Er hatte an einem Sonnabend einen Familienausflug zum Weihnachtsmarkt nach Halle unternommen und versehentlich auf einem Taxi-Stellplatz geparkt. Ärgerlich für den Mann, der nette Umschlag tat das Übrige.
Tatsächlich sind alle Briefe der Verwaltung in diesen Tagen mit dem Signet froher Weihnachtsgrüße versehen. Wie Stadtsprecher Drago Bock sagt, versuche man in der Poststelle des Rathauses aber, diese Umschläge sensibel zu verschicken. Leider gelinge dies nicht immer. Im Übrigen bestehe während der Weihnachtstage aber eine Art "Weihnachtsfrieden": keine Strafzettel-Post aus dem Rathaus. Was aber nicht heißt, dass man nun überall ungestraft falsch parken könne. Denn Knöllchen werden weiter verteilt, sie werden bloß erst später verschickt. Vielleicht steht dann auf dem Umschlag: "Ein frohes neues Jahr!"