Der Biologe galt nach Charles Darwins Tod weltweit als wichtigster Verfechter von dessen Thesen und trat zugleich als Künstler mit Farblithographien („Kunstformen der Natur“) hervor. Er arbeitete vorwiegend in Jena als erster Professor für Zoologie. Zusammen mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle soll nun Haeckels Korrespondenz in digitale Form gebracht werden.
Das Forschungsprojekt sei auf 25 Jahre angelegt und am Ernst-Haeckel-Haus der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelt, teilten Leopoldina und Uni am Dienstag mit. Für das Projekt stehen acht Millionen Euro Fördermittel bereit. Ausgewählte Briefe etwa mit Darwin oder dem Pathologen Rudolf Virchow sollen dabei zudem erstmals in einer kritischen und kommentierten Druckausgabe veröffentlicht werden - 25 Bände sind geplant.