Im Mittelalter wurden magische Worte und Bibeltexte ebenfalls auf Blei, später auch auf Pergament oder Papier geschrieben. Im Gegensatz zur antiken Version sollten diese Bleitäfelchen aber vor Schaden bewahren. Dazu gehörten Krankheiten und Dämonen. Sie wurden meist als Amulette um den Hals getragen und den Toten mit ins Grab gelegt. Angefertigt wurden die Täfelchen von schriftkundigen Mönchen, die sie auch unters Volk brachten. Von der offiziellen Kirche wurde diese Art des Volksglaubens aufgrund der Nähe zum Aberglauben aber nur widerwillig toleriert