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Hallescher FC: Schädlich spricht Klartext

Uhr | Aktualisiert 19.11.2012 23:00 Uhr
HFC-Präsident Michael Schädlich (FOTO: LÖFFLER) 
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Beim Halleschen FC brennt die Luft. Nach der 0:1-Heimpleite gegen Dortmund ist nichts mehr wie vorher. Trainer Sven Köhler tobt wie noch nie in seinen mittlerweile fünfeinhalb Dienstjahren bei den Rot-Weißen und Präsident Michael Schädlich spricht Klartext.
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Halle (Saale)/MZ. 

Beim Halleschen FC brennt die Luft. Nach der 0:1-Heimpleite im Drittligaspiel gegen die Reserve von Borussia Dortmund ist nichts mehr wie vorher. Trainer Sven Köhler tobt wie noch nie in seinen mittlerweile fünfeinhalb Dienstjahren bei den Rot-Weißen und Präsident Michael Schädlich spricht Klartext. "In diesem Spiel hat nicht der Trainer versagt, sondern die Mannschaft hat ihren sportlichen Leiter hoffnungslos im Regen stehen lassen. Einzig Torwart Darko Horvat hat bewiesen, mit welcher Einstellung ein Profi nach dem Gewinn von vier Punkten auch in das Duell mit dem Tabellen-Letzten gehen muss", erklärt der Vereinschef.

Schädlich stärkt Köhler demonstrativ den Rücken. "Wir haben am Sonntagabend lange miteinander telefoniert. Der Trainer hat mir erklärt, wie er es mit dieser Mannschaft schaffen will, am Saisonende drei Teams hinter sich zu lassen. Das hat mich überzeugt", so Schädlich, der sich den Freitag bereits freigenommen hat, um mit der Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Saarbrücken zu fahren. Die Präsidenten-Ansage an das Team kann klarer nicht sein: "Wir haben 15 Spieler, die Drittliga-Niveau besitzen. Der Rest sollte sich in den nächsten Wochen intensiv bemühen, das zu erreichen."

Schädlich macht zwar auch deutlich, dass er wirtschaftlich nicht in der Lage ist, in der Winterpause gleich mehrere Spieler auszutauschen. "Aber wenn wir ein hohes Maß an Sicherheit haben, dass ein Kandidat uns weiterhilft, werden wir punktuell reagieren", sagt er.

Trainer Sven Köhler hatte auch zwei Tage nach der Pleite noch einen dicken Hals. Für ihn verbot es sich nach diesem Auftritt, der an Hilfslosigkeit und, wie Köhler formulierte, "falscher Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit", nicht zu überbieten war, zur Tagesordnung überzugehen. Er ließ und lässt seine Spieler in dieser Woche leiden. Mit voller Unterstützung des Präsidenten, der sagt: "Ich unterschreibe jedes noch so drastische Wort, das der Trainer in seiner Analyse gebraucht." Köhlers unmittelbarer und lautstarken ersten Auswertung gleich nach Spielende folgten ebenso klare Worte und ein verschärftes Auslaufen am Sonntagvormittag. Der trainingsfreie Montag wurde gestrichen. Punkt zehn Uhr versammelte Köhler die Mannschaft stattdessen am Montag im Besprechungsraum und führte ihr hinter verschlossenen Türen mit Hilfe von Videosequenzen exakt 90 Minuten lang vor, was sie am Sonnabend alles falsch gemacht hatte.

Die Analyse war schonungslos, knallhart und sachlich. Laute Worte waren ja bereits an den beiden Tagen zuvor zur Genüge gefallen. Und auch nach der Besprechung am Montag blieben die Trainingsbälle im Regal. Ein weiterer Straflauf auf der Rabeninsel an der Saale sollte frischen Sauerstoff in die Köpfe bringen. Und an der finsteren Miene von Köhler war bereits abzulesen, dass auch die erste Balleinheit am Dienstag und das Krafttraining am Nachmittag wohl nur ihm Spaß bereiten dürften.

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