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Hallescher FC: Nur das Ergebnis stimmte nicht

Uhr | Aktualisiert 27.01.2013 21:44 Uhr
Kristian Kojola (HFC) scheitert frei vorm Tor an der Kicker-Abwehr, welche noch zum Eckball klären kann. (FOTO: WORBSER) 
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Der Hallesche FC hat zum Wiederauftakt der 3. Fußball-Liga einen Start nach Maß verpasst. Im ersten Spiel nach der Winterpause holte das Team von Trainer Sven Köhler am Samstag beim 1:1 (1:1) gegen die Stuttgarter Kickers nur einen Zähler im Abstiegskampf.
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Halle (Saale)/MZ. 

Guido Buchwald lief im Presseraum des Erdgas Sportparks hin und her. Der Fußball-Weltmeister von 1990 und heutige Sportdirektor des Drittligisten Stuttgarter Kickers schüttelte immer wieder den Kopf, als wolle er zeigen, dass er so gar nicht übereinstimmte mit dem, was sein Trainer da auf dem Podium erklärte. Der war nach dem 1:1 am Sonnabend beim Halleschen FC vor allem mit der Defensive seines Teams sehr zufrieden. Ganz anders eben als Buchwald: "Das war Angsthasenfußball. Wenn der HFC in den ersten 30 Minuten weiter ernst gemacht und uns ein zweites Tor eingeschenkt hätte, wären wir hier untergegangen. Das Unentschieden ist mehr als glücklich."

Phasenweise toller Fußball

Genau das fanden auch die 5 211 Zuschauer sowie die Spieler und Verantwortlichen der Rot-Weißen. "Das war phasenweise Fußball, an dem ich mich wirklich erfreuen konnte. Wir hätten den Druck nach dem Führungstreffer noch etwas länger hochhalten müssen, dann wären wir vielleicht mit drei Punkten vom Platz gegangen", sagte HFC-Manager Ralph Kühne. "Aber vielleicht war das auch ausgleichende Gerechtigkeit. Beim 0:0 im Hinspiel in Stuttgart waren wir die Glücklicheren, heute waren es die Schwaben."

Dabei hatte der HFC einen Start nach Maß. Nur 80 Sekunden brauchte der neue Mittelstürmer Timo Furuholm, um zu zeigen, warum ihn der HFC geholt hat. Nach herrlicher Vorarbeit von Björn Ziegenbein ließ der Finne mit einer tollen Drehung gleich drei Stuttgarter Abwehrspieler stehen und jagte den Ball zum 1:0 ins Netz. Furuholm, Ziegenbein und die über die linke Außenbahn immer wieder nach vorn drängenden Dennis Mast und Daniel Ziebig stürzten die Schwaben-Abwehr von einer Verlegenheit in die nächste. Doch weder Furuholm (15., 90.) noch Ziegenbein (24., 51.), Mast (39.), Kristian Kojola (75., 83.) und Erich Sautner (80.) konnten das deutliche Chancen-Übergewicht nutzen.

Im Gegensatz zu vielen Partien in der Hinrunde setzte der HFC im offensiven Bereich deutliche Akzente, erarbeitete sich viele Möglichkeiten und bewies auch, dass er mit seinen Neuzugängen in der Lage ist, ein Spiel zu gestalten. Denn gut 75 Prozent der Partie bot die Elf von Trainer Sven Köhler Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Stuttgarter Tor. Nur Zählbares kam dabei nicht mehr heraus.

Nico Kanitz, der dieses Mal 90 Minuten auf der Bank ausharren musste, brachte es auf den Punkt: "Da gebe ich lieber ein paar Prozent Ballbesitz ab und mache eine Kiste mehr oder kassiere eine weniger." Denn den einzigen Fehler, den sich die HFC-Innenverteidigung mit dem Finnen Kojola und Steven Ruprecht leistete, nutzten die Kickers durch Marcel Ivanusa zum 1:1 (33.).

Kein Wunder, dass Köhler später auch nicht wusste, was er seinen Kickern vorwerfen sollte. "Wir haben das zweite Tor nicht gemacht. Das ist das Einzige", sagte er. "Ich war über weite Strecken mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Nur mit dem Ergebnis nicht."

Und genau da war dann doch wieder die Parallele zur Hinrunde. Ausgerechnet gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf lässt der HFC zu viele Punkte liegen und bringt Führungen nicht über die Zeit. Das war beim 2:2 gegen Darmstadt so, beim 1:1 gegen Wehen Wiesbaden, beim 0:1 gegen die Dortmunder Reserve und auch beim 1:2 in Erfurt.

HFC sucht weiteren Verteidiger

Auf den erneuten Ausfall von Verteidiger Pierre Becken mit seinem Mittelfußbruch will der HFC bis zum Transferschluss am Donnerstag noch reagieren. "Wir beobachten den Spielermarkt und führen Gespräche. Aber ich weiß nicht, ob es klappt", sagte Kühne. Gut möglich aber, dass bereits Montag ein neuer Innenverteidiger kommt.

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