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Hallescher FC: Neuzugang Ziegenbein im Kader gegen Erfurt

Uhr | Aktualisiert 13.12.2012 19:41 Uhr
Björn Ziegenbein darf darauf hoffen, in Erfurt erstmals im Trikot des HFC aufzulaufen. (FOTO: SCHULZ) 
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Neuzugang Björn Ziegenbein steht nach nur vier Tagen Training beim HFC bereits im Kader für das letzte Auswärtsspiel des Jahres in Erfurt.
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Halle (Saale)/MZ. 

Mit einer Runde Fußballtennis acht gegen neun beschließen die Spieler des Halleschen FC auf dem Nebenplatz des Erdgas Sportparks ihr Nachmittagstraining. Mittendrin und als einziger in kurzen Hosen zeigt Neuzugang Björn Ziegenbein sein beachtliches technisches Können. Mancher Mitspieler staunt nicht schlecht und belohnt das eine oder andere Kunststück mit einem kurzen Jubelschrei.

Als Trainer Sven Köhler das Training beendet, eilt Ziegenbein sofort in die Kabine. Der 26-Jährige, der vor einer Woche, als er zum Probetraining beim Fußball-Drittligisten weilte, noch redselig war, möchte nichts mehr sagen. "Ich will erst einmal meine Leistung bringen. Dann können wir reden", sind die einzigen Sätze, die ihm über die Lippen kommen.

Vielleicht ja gar keine so schlechte Einstellung für einen Profi, der der seit einem Jahr kein Spiel mehr bestritten hat und nun ganz plötzlich vor seinem Comeback steht. Von Null auf Hundert sozusagen, nach nur vier Tagen Training mit der Mannschaft - inklusive Probevorspielen sieben Tage. Denn Trainer Sven Köhler versicherte bereits am Donnerstag: "Björn Ziegenbein gehört zum Kader für das Auswärtsspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt."

Köhler konnte den ehemaligen Zweitliga-Profi von 1860 München, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock vier weitere Tage ganz genau unter die Lupe nehmen und ist überzeugt: "Das ist ein technisch versierter Fußballer, der präzise Pässe spielen kann und auch entschlossen den Abschluss sucht. Ich bin mir sicher, dass er uns wirklich weiterhelfen wird." Aber schon nach so wenig Training? "Er soll ja keine 90 Minuten spielen und auch nicht von Beginn an", sagt Köhler. "Es macht doch keinen Sinn, jemanden sofort auf den Platz zu schicken, wenn ich weiß, dass er noch kein ganzes Spiel durchhält und ich ihn in der Halbzeit rausnehmen muss."

Man merkt dem HFC-Trainer aber durchaus an, dass er gewillt ist, sich noch vor dem Weihnachtsurlaub einen ersten Eindruck von seinem Neuzugang im Wettkampfbetrieb zu holen. "Wir werden überlegen, ob wir ihn mit Beginn oder im Verlauf der zweiten Halbzeit auf den Platz schicken werden. Das hängt auch vom Spielverlauf ab", sagt der Trainer.

Kommt er in Erfurt zum Einsatz, dann gibt Björn Ziegenbein genau ein Jahr und vier Tage nach dem letzten Einsatz sein Comeback. Am 11. Dezember 2011 - damals noch in Diensten des FC Hansa Rostock - wurde er in der 70. Minute des Zweitliga-Ostduells gegen Dynamo Dresden (2:2) für Tino Semmer eingewechselt. Das ist lange her und Ziegenbein brennt förmlich auf sein erstes Spiel. Dass das nun so schnell kommt, hatte auch er selbst nicht erwartet.

Der offensive Mittelfeldspieler wird wohl die einzige Verstärkung sein, die der HFC vor den Feiertagen tätigt, denn Trainer Köhler sagt: "Alle möglichen Kandidaten können erst nach dem 31. Dezember wechseln. Ihre Vereine lassen sie vorher nicht aus dem Vertrag. Die kämen jetzt sowieso nicht zum Probetraining." Außerdem seien die äußeren Bedingungen nicht so, dass die Jungs ihr ganzes Können zeigen könnten. "Und erst recht nicht, wenn der Rest der Truppe nach diesem Wochenende mit zwei anstrengenden Auftritten beim letzten Training am Montag kaum noch motiviert und in Gedanken schon im Urlaub ist", so Köhler.

Der HFC spielt am Sonntag noch bei der NOFV-Hallenmeisterschaft in Riesa und trifft dort in der Vorrunde auf Erzgebirge Aue und Carl Zeiss Jena.

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