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Hallescher FC: Kühne treibt Umbau des Kaders voran

Uhr | Aktualisiert 19.12.2012 22:50 Uhr
HFC-Manager Ralph Kühne. (ARCHIVFOTO: ANDREAS LÖFFLER) 
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Die Arbeitstage des Managers des Halleschen FC dürften derzeit besonders lang sein, denn der Kaderumbau des Drittligisten läuft auf Hochtouren.
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Halle (Saale)/MZ. 

Es ist schon dunkel, als Ralph Kühne aus seinem weißen Mercedes-Geländewagen steigt. Gedankenverloren schlendert er in Richtung Erdgas Sportpark, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Die Arbeitstage des Managers des Halleschen FC dürften derzeit besonders lang sein, denn der Kaderumbau des Drittligisten läuft auf Hochtouren. Zweimal hat Kühne mit den Verpflichtungen von Björn Ziegenbein für die Spielmacher-Position und Daniel Ziebig (Energie Cottbus) als Linksverteidiger bereits zugeschlagen. Zwei von vier Planstellen sind besetzt. Auch der Innenverteidiger-Ersatz für Patrick Mouaya scheint so gut wie sicher. Der Finne Kristian Kojola wartet auf eine Antwort des HFC bis Freitag. Zuvor wolle man noch "eine weitere Option" abklären, so Kühne. "Es ist jemand, den wir seit längerem im Auge haben."

Als weitaus größere Baustelle stellt sich jedoch die Stürmer-Position dar. Einen Korb hat der HFC-Manager schon bekommen. Der Ingolstädter Karl-Heinz Lappe, der für die Reserve der Bayern in der Regionalliga 21 Treffer in 23 Spielen vorweisen kann, wird die Saalestädter nicht verstärken. "Nur gegen Zahlung eines entsprechenden Entgelts" hätte Ingolstadt den 25-Jährigen gen Norden ziehen lassen. "Wenn man so in die Gespräche geht, sind die Verhandlungen schon zum Scheitern verurteilt", sagt Kühne verärgert.

Ein wenig Druck lastet auf ihm, denn Trainer Sven Köhler hätte am liebsten bis 3. Januar den Kader komplett - für Vorbereitung und Rückrunde. Der Zeitpunkt sei wichtig, um neue Spieler integrieren zu können, sagte Köhler vor einer Woche. Doch Kühne sieht den 3. Januar nicht als Ultimatum. "Wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre bis dahin alles geklärt", so der Manager. "Die Gespräche mit den Kandidaten sind gelaufen. Sie waren hier und kennen unser Angebot und wollen zu uns. Ich habe sogar Leuchten in den Augen gesehen." Aber in der Winterpause hänge nun einmal alles vom Wohl und Wehe der abgebenden Vereine ab. Wie auch bei der Ausleihe von Ziebig das Wohlwollen der Cottbuser vonnöten war.

"Für manche wird die Luft dünner"

Geduld braucht der Verein. Nicht nur bei der Verpflichtung eines neuen Angreifers. Auch bei der Entschlackung des Kaders. Denn Köhler betonte, er werde in der Rückrunde nicht mit fünf Stürmern zu den Spielen fahren. Die Palette Nils Pichinot, Angelo Hauk, Andis Shala, Michael Preuß plus einem Neuzugang wäre dann doch etwas zu groß. Auch andere Positionen hat Kühne im Blick.

"Die Kandidaten, auf die wir nicht mehr bauen, wissen, woran sie sind", sagt er. "Sie wissen, dass es für sie beim HFC nicht weitergeht, schon gar nicht im Sommer." Und für all diejenigen, die einfach abwarten wollen, legt er nach: "Wer aber meint, hier einfach seinen Vertrag absitzen zu können, für den wird die Luft dünner. Dann bin ich nicht mehr der liebe Manager. Es kann also passieren, dass die Kandidaten ab Januar entweder zur Zweiten gehen, oder individuell trainieren, oder auch ganz freigestellt werden."

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