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Hallescher FC: Köhler plant für Saarbrücken-Spiel

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 23:25 Uhr
Anton Müller fehlt am Samstag wegen seiner fünften Gelben Karte.  (BILD: LÖFFLER)
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HFC-Trainer Sven Köhler plant für das Spiel in Saarbrücken am Sonnabend personelle Veränderungen. Jan Benes und Anton Müller sind Kandidaten für die Startelf.
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Halle (Saale)/MZ. 

Als Sven Köhler am Donnerstag zur obligatorischen Pressekonferenz erschien, bat er die anwesenden Journalisten um ein Tempo-Taschentuch. "Vielleicht kann mir jemand aushelfen, meine habe ich in der Eile im Trainerzimmer vergessen." Der Coach des Halleschen FC war verschnupft. "Nein, nein. Das hat nichts mehr mit dem letzten Spiel zu tun", sagte er, nachdem eine Kollegin ihm eine Packung Tücher gereicht hatte und er wieder frei atmen konnte. "Den Schnupfen habe ich mir garantiert bei Dieter Strozniak eingefangen. Der war vor mir damit dran."

Mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel am Sonnabend (14 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken holte Köhler dann noch einmal etwas weiter aus. "Wir haben die 0:1-Pleite gegen die Dortmunder Reserve zwei Tage intensiv ausgewertet. Und in den folgenden Trainingseinheiten hat mir die Mannschaft schon das Gefühl gegeben, dass sie dieses Spiel möglichst schnell vergessen machen will." Mittelfeldspieler Marco Hartmann bestätigte das: "Wenn wir in Saarbrücken gewinnen, sind wir mit 21 Punkten für die erste Halbserie wieder im Soll. Wenn dann in den drei Spielen danach bis zur Weihnachtspause auch noch ein paar Punkte rumkommen, sieht alles wieder freundlicher aus."

Auch wenn das Versagen gegen Dortmund aufgearbeitet und - wie die Spieler immer so schön sagen - "abgehakt ist": Die Konsequenzen werden die Profis auch am Sonnabend noch zu spüren bekommen. Denn Köhler wird die Besetzung seiner Startelf verändern, "was nach solch einem schwachen Auftritt ja wohl auch nicht verwunderlich ist", wie er meinte. "Aber ich kann nicht gleich fünf neue Spieler bringen, wie mein Chemnitzer Kollege Gerd Schädlich nach der CFC-Pleite in Erfurt. So viele Leute habe ich gar nicht. Ich denke über zwei, vielleicht drei personelle Wechsel nach."

Eine große Baustelle war gegen die Dortmunder Reserve die rechte Abwehrseite. "Es kann sein, dass ich in der Viererkette eine Veränderung vornehme", erklärte Köhler am Donnerstag vielsagend, ohne einen Namen zu nennen. In der Auswertung hatte er aber vor allem die Vorstellung von Sören Eismann kritisiert. Der Außenverteidiger hatte seinen Gegenspieler Leonardo Bittencourt zu oft aus den Augen verloren. Das gefiel dem Trainer überhaupt nicht. Gut möglich, dass der Blondschopf dieses Mal auf der Bank Platz nehmen muss.

In den Startlöchern steht Jan Benes. Der Tscheche war bis vor fünf Spielen gesetzt, musste dann eine Gelb-Sperre absitzen und wirkte auch etwas überspielt. Der Verteidiger bekam seine Pause und zeigte zuletzt in der Oberliga ansteigende Form. Beim 2:1-Erfolg der HFC-Reserve bei der zweiten Mannschaft des Chemnitzer FC tankte er neues Selbstvertrauen und erzielte kurz vor Schluss sogar den Siegtreffer. Benes selbst bleibt zurückhaltend, wie zumeist in solchen Fällen: "Der Trainer wird das schon entscheiden", sagt er.

Da Köhler derzeit 19 einsatzfähige Spieler zur Verfügung stehen, er aber nur 18 einsetzen kann, muss er einen aus dem Kader streichen. In diesem Fall legte er sich - eigentlich ungewöhnlich zeitig - bereits am Donnerstag fest. "Andis Shala wird nicht zum Kader gehören. Seine letzten Leistungen waren sehr schwankend. Er kann sich nächste Woche im Training wieder neu anbieten", sagte Köhler.

Mit der Nichtberücksichtigung von Shala rückt der Trainer nach nur zwei Partien auch wieder von seinem System mit zwei Spitzen ab. "Meine Überlegungen in der Offensive gehen in Richtung von Anton Müller oder Telmo Teixeira-Rebelo." Also kehren die Spielmacher zurück. Und man beachte die Reihenfolge! "Ich habe das nur so gesagt, weil M vor T im Alphabet kommt", schob Köhler schnell nach. Wohl, weil ihm klar wurde, dass er etwas verraten hatte.

Anton Müller kam in der Hinrunde nur zu sechs Kurzeinsätzen, weiß aus seiner früheren Drittliga-Zeit beim SV Babelsberg aber durchaus, worauf es im Kampf gegen den Abstieg besonders ankommt. "Wir haben es zumindest immer geschafft, nie unter den Strich zu rutschen", sagte er. Und dass sich etwas ändern wird, hat er unter der Woche auch schon verspürt. "Die personelle Besetzung bei unserer Spielform am Mittwoch zeigt schon oft eine Tendenz, mit welcher Elf der Trainer am Wochenende beginnen will. Dieses Mal war es anders. Da gab es eher klare Zeichen dafür, dass er etwas verändern will. Wenn er dann auf mich bauen sollte, wäre das schön", sagte der Mittelfeldspieler.

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