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Hallescher FC: Köhler hat erstmals echten Konkurrenzkampf

Uhr | Aktualisiert 22.01.2013 12:48 Uhr
Sven Köhler (FOTO: WORBSER) 
Der Hallesche FC steigt am Sonnabend mit einem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers in die Frühjahrsrunde der dritten Fußball-Liga ein. Der Aufsteiger befindet sich mit nur zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze in akuter Gefahr und verpflichtete deshalb vier neue Spieler.
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Halle (Saale)/MZ. 

Über deren Integration und die Ziele für das Frühjahr sprach Karl Ebert mit Trainer Sven Köhler.

Herr Köhler, die Mannschaft hatte am Montag frei, Sie dagegen mussten beim Verwaltungsrat antreten. Wie kritisch waren die Fragen der hohen Herren?

Köhler: Das war eine turnusmäßige Beratung dieses Gremiums. Dazu werde ich in regelmäßigen Abständen eingeladen, um eine Einschätzung der sportlichen Situation zu geben. Das ist für mich kein lästiger Termin, sondern das gehört zu meinem Job.

Wie fiel denn Ihre Einschätzung aus?

Köhler: Wir haben uns dazu entschieden, in der Winterpause vier neue Spieler zu holen, weil wir mit den Gesamtleistung der ersten Halbserie nicht zufrieden waren. Meine ersten Eindrücke aus der Vorbereitung sind positiv. Kristian Kojola und Daniel Ziebig verleihen unserer Abwehr wieder mehr Stabilität. Und die Auftritte von Björn Ziegenbein und Timo Furuholm im Angriff geben mir die Hoffnung, dass wir unser Problem der fehlenden Durchschlagskraft in den Griff bekommen könnten. Auf die Konten der beiden gehen schließlich fünf unserer neun Treffer in den drei Vorbereitungsspielen und auch einige Vorarbeiten.

Sie haben ausnahmslos Spieler verpflichtet, die bereits höherklassig aktiv waren. Damit steigt natürlich nicht nur die Erwartungshaltung von außen, sondern auch der Druck auf den Trainer. Wie gehen Sie damit um?

Köhler: Ich mache mir keine Gedanken darüber, was passiert, wenn es nicht klappt. Der Kader ist jetzt so gut aufgestellt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden. Ich empfinde es eigentlich als Freude, dass ich vier neue Spieler habe, die die Tiefschläge der ersten Halbserie nicht aushalten mussten, und uns jetzt helfen werden, diese Negativerlebnisse besser zu verarbeiten. Die Erwartungshaltung von außen deckt sich mit meiner eigenen. Dieser Aufgabe stelle ich mich.

Stichwort Negativerlebnisse. Nils Pichinot, Angelo Hauk und Erich Sautner dürften am letzten Wochenende ihre Delegierung zum Testspiel der Reserve als solches empfunden haben. Sie müssen jetzt vor jeder Partie drei bis vier Spielern erklären, dass sie nur auf der Tribüne sitzen. Wie wollen Sie diese neue, ungewohnte Situation bewältigen?

Köhler: Ich sehe das genau umgekehrt, denn die ungewöhnliche Situation war einmal. Wir sind wahrscheinlich eine der wenigen Mannschaften in den drei oberen Ligen Deutschlands gewesen, bei der sich jeder Spieler aufgrund des dünn besetzten Kaders sicher sein konnte, dass er zumindest auf der Bank sitzt. Das hat sich in dieser Winterpause grundlegend geändert. Wir haben jetzt endlich den Normalfall. Und dass Nils Pichinot und Angelo Hauk mit Toren in der Reserve gleich einmal angedeutet haben, dass ihnen diese Situation gar nicht gefällt, freut wieder mich als Trainer.

Aber die zeitweise Verbannung aus dem Kader fördert Unzufriedenheit. Was werden Sie dagegen tun?

Köhler: Jeder Spieler hat unter der Woche aufs Neue die Gelegenheit, sich mit guten Leistungen im Training anzubieten. Zudem wird es wohl die Ausnahme sein, dass bis zu vier Spieler auf die Tribüne müssen. Patrick Mouaya wird noch längere Zeit ausfallen und einige Akteure werden auch wegen Gelbsperren aussetzen müssen. Das ist die Chance für die anderen.

Sie haben erklärt, dass es durchaus vorstellbar sei, dass alle vier Neuzugänge am Sonnabend gegen die Stuttgarter Kickers in der Anfangself stehen könnten. Das sind dann die Gewinner der Vorbereitung. Gibt es auch Verlierer?

Köhler: Vielleicht fühlt sich Sören Eismann im Moment so. Die unnötige Rote Karte, die er sich im letzten Spiel in Erfurt abgeholt hat, war doch symptomatisch für einige unserer Auftritte in der ersten Halbserie. Wir lagen in Führung, haben aber den mühsam erarbeiteten Vorteil mit individuellen Patzern, die nicht sein müssen, wieder hergeschenkt. Ich musste nun eine Lösung für dieses Personalproblem finden. Und Pierre Becken hat seine Sache auf der Position des Rechtsverteidigers bislang nicht schlecht gemacht.

Wie viel Bedeutung haben die ersten drei Spiele der Frühjahrsrunde gegen Stuttgart, Unterhaching und Babelsberg?

Köhler: Das A und O ist ein Heimsieg gegen den Mitkonkurrenten Stuttgart. Wenn wir uns danach etwas von der Abstiegszone absetzen könnten, wäre das sicher hilfreich.

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