Als Kristian Kojola bei minus fünf Grad über den Trainingsplatz des Halleschen FC jagte, machten dem finnischen Innenverteidiger die eisigen Temperaturen in Halle kaum etwas aus. Das war beim Probetraining Anfang Dezember. "Bei uns hat es gerade minus 20 Grad", erzählte der 25-Jährige, "das ist wie Urlaub."
So betrachtet kann dieser Urlaub nun in die Verlängerung gehen, denn am Freitag machte der HFC den Deal mit dem Abwehrspieler perfekt. "Wir haben die ganze Zeit seit dem Probetraining den Kontakt gehalten", sagt HFC-Manager Ralph Kühne. Bisher habe man alles ganz altmodisch per Fax geregelt, aber am 3. Januar solle der Vertrag unterschrieben werden - allerdings erst nach vorherigem Medizin-Check.
Kojola kommt vom finnischen Erstligisten IFK Mariehamn. Zwar hatte der HFC nach eigener Aussage bis Freitag auch noch andere Optionen geprüft. Dennoch gibt sich Ralph Kühne überzeugt von dem Neuzugang. "Kristian hat sich hier als abgeklärt und stellungssicher bewiesen", erklärt er. Das wichtigste für einen Innenverteidiger sei ja, dass er Zweikämpfe gewinnt. "Da hat er sich sehr gut präsentiert."
Stabilität für die Abwehr
Die Erwartungen, die beim HFC in Kojola gesetzt werden, sind groß. Von dem Finnen, der als Ersatz für den langzeitverletzten Patrick Mouaya geholt wird, wird gefordert, wieder Sicherheit und Abstimmung in die Abwehrreihe der Hallenser zu bringen. Gleichzeitig soll er Impulse in der Spieleröffnung setzen.
Und ein kleines Manko bringt Kojola auch mit. Seine Deutschkenntnisse sind mager. "Noch", sagt Kühne, "das verbessert sich aber automatisch. Außerdem sprechen die meisten Spieler Englisch. Ich sehe da keine Probleme."