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Hallescher FC: Ein Auge für die Spieleröffnung

Uhr | Aktualisiert 05.12.2012 22:22 Uhr

Kristian Kojola (Mitte) spricht noch kein Deutsch, doch verbale Kommunikation ist nicht alles auf dem Fußballplatz, wie im ersten Training mit dem HFC-Kollegen Andis Shala (l.) und Telmo Teixeira zu sehen war. (FOTO: SCHULZ)

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Der finnische Innenverteidiger Kristian Kojola gefällt im Probetraining beim HFC mit professioneller Einstellung. Noch versteht Kojola diese Einschätzungen auf Deutsch nicht, doch dem 26-Jährigen macht das Training beim HFC Spaß.
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Halle (Saale)/MZ. 

"Zumachen", "Übernehmen", "Zurück" oder "Lücke" - es sind nur ein paar wenige Begriffe, mit denen sich Abwehrspieler und ganz speziell Innenverteidiger im Fußball während der 90 Minuten auf dem Platz miteinander verständigen. Kurze knappe Ansagen müssen reichen. Was am Ende zählt, ist, dass sie sich blind verstehen.

"Das ist gerade für die Innenverteidiger wichtig. Man muss während der 90 Minuten immer wissen, was der Partner in welcher Situation macht", sagt Patrick Mouaya, der verletzte Innenverteidiger des HFC, der zurzeit seinen möglichen Ersatzmann mit einem Kennerblick beobachtet.

Kristian Kojola ist erst seit zwei Tagen beim Fußball-Drittligisten im Probetraining, "doch die wichtigsten Begriffe hat er schon drauf", bestätigt Kapitän Marco Hartmann. Und er hat auch schon eine Stärke des 1,87 Meter großen Finnen ausgemacht. "Der kann unglaublich schnell und präzise ein Spiel eröffnen. Das ist mir auf Anhieb aufgefallen."

Hartmann nimmt den Probespieler im Training auch an die Hand, wenn es darum geht, die Anweisungen von Trainer Sven Köhler rüberzubringen. Dann verständigen sie sich auf Englisch. Das geht schneller.

Kojola hat es nicht leicht während der Tage seines Vorspielens bei den Rot-Weißen, denn er wird von absoluten Fachleuten unter die Lupe genommen. Nicht nur Trainer Köhler war in seiner aktiven Zeit Abwehrspieler, auch sein Assistent Dieter Strozniak und Chefscout Klaus Urbanczyk haben es auf diesen Positionen bis zum Nationalspieler geschafft.

"Der Junge weiß, worauf es in der Abwehr ankommt. Er ist nur schwer auszuspielen. Er traut sich auch einmal, einen langen Ball zu spielen", sagt Strozniak.

Noch versteht Kojola diese Einschätzungen auf Deutsch nicht, doch dem 26-Jährigen macht das Training beim HFC Spaß. "Ich fühle mich wohl. Die Jungs haben mich gut aufgenommen. Und an den Abenden in der WG haben wir uns auch schon ein wenig näher kennengelernt", sagt Kojola, der seit 2008 permanent bei Vereinen der höchsten Spielklasse Finnlands - dem FF Jaro, Tampere United und IFK Mariehamn - aktiv war.

Und auch damit konnte Kojola in dieser Woche bei den HFC-Verantwortlichen Punkte sammeln. "Ich habe mich vor meiner Abreise mit einigen deutschen Fußball-Grundbegriffen vertaut gemacht", sagt er. "Und ich will die lange Reise nicht gemacht haben, ohne mir ein Spiel anzusehen. Ich bleibe bis Sonnabend." Eine professionelle Einstellung, die gefällt.

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