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Hallescher FC: Der (fast) makellose Dennis Mast

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 22:19 Uhr
Dennis Mast mit Freundin Frances (ARCHIVFOTO: LÖFFLER) 
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Was bestellt die derzeit größte Fußball-Hoffnung des Halleschen FC am späten Nachmittag beim Interview-Termin im Café N8? Natürlich das wohl langweiligste Getränk der Welt - eine Apfelschorle. Die Wahl ist bezeichnend für Dennis Mast. Vernünftig, überlegt, undramatisch, aber auch ein bisschen unspektakulär.
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Halle (Saale)/MZ. 

Dennis Mast verkörpert jene Generation von Profi-Fußballern, die jeder Zuschauer aus dem Fernsehen kennt. Der Typ Marco Reus oder Mario Götze: stets sympathisch, immer wohlüberlegt in ihren Aussagen. Skandale wie nächtliche Sauf-Gelage - Fehlanzeige. "Ich würde nicht sagen, man feiert gar nicht", sagt Dennis Mast, "aber in den Club gehen, das kann man nur, wenn sonntags mal frei ist." Also eigentlich nie.

Für den Halleschen FC ist der 20-jährige Flügelspieler in dieser Saison jedenfalls ein Glücksfall. Im Sommer 2009 wechselte der gebürtige Rathenower (Brandenburg) aus der U 17 von Energie Cottbus an die Saale. Sein Aufstieg vom U-19-Spieler in die erste Herren-Mannschaft des HFC verlief zwar nicht ungebremst, aber doch erstaunlich schnell. Sein Debüt unter Trainer Sven Köhler in der Regionalliga gab Mast im Frühjahr 2011 mit 19 Jahren. In der dritten Liga ist er nach Maik Wagefeld mit vier Toren der treffsicherste Hallenser.

Der bekennende Dortmund-Fan verdankt dies seiner unablässigen Arbeit an sich selber. Im letzten Winter wog Mast noch 84 Kilogramm. "Ich bekam einen Tipp, dass der Trainer ein Auge auf meine Werte hat", erinnert er sich. Also tat er das, was getan werden musste. Es folgte eine konsequente Ernährungsumstellung: "Viel mit Gemüse, eher selten Fleisch und abends keine Kohlenhydrate mehr", erklärt Mast.

Alles kein Problem, da die "Küche sein Bereich ist", wie seine Freundin Frances Müller einwirft. Dazu absolvierte "die Entdeckung der Hinrunde", wie Trainer Köhler ihn nennt, Extraschichten im Fitnessraum und speckte ordentlich ab - rund zehn Kilo. Als in dieser Saison dann sein schwächerer rechter Fuß zu einem offensichtlichen Problem wurde, feilte er auch daran - im Einzeltraining.

Viel Arbeit für einen bald 21 Jahre alten jungen Mann. "Fußball ist eben mein Beruf", entgegnet Mast. Wobei er den Sport "immer noch als Hobby" betrachte, für das er gut bezahlt werde.

Mast findet sich in der Rolle des vorbildlichen Fußballers. Doch so ganz ohne Makel geht es dann doch nicht. "Dennis hat natürlich seine Macken", erzählt Freundin Frances. Doch auch die haben irgendwie mit Fußball zu tun. Vor den Spielen ziehe er sich zurück, berichtet die 19-Jährige. "Er wird dann ruhig und konzentriert sich. Dann ist er nicht so für mich da."

Oder beim Thema Ernährung. "Es nervt manchmal schon, wenn ich am Abend Nudeln essen will." Aber Kohlenhydrate sind ja tabu. Sie nimmt es dennoch mit einem Lachen: "Ich wusste ja, worauf ich mich mit ihm einlasse."

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