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Hallescher FC: Anton Müller: der wichtigste Ersatzspieler

Uhr | Aktualisiert 22.01.2013 22:28 Uhr
HFC-Trainer Sven Köhler (rechts) schätzt die Erfahrung und Ruhe von Anton Müller. Der soll nun Maik Wagefeld im Mittelfeld ersetzen. (FOTO: WORBSER) 
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Nach dem Abgang von Andis Shala und Telmo Teixeira rückt Anton Müller in den Fokus. Gegen die Stuttgarter Kickers wird er in der Startelf stehen.
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Halle (Saale)/MZ. 

Wenn Schnee fällt, kommt in Anton Müller Wehmut auf. Dann kommen die Erinnerungen an seine früheren Duelle mit Bayern-München-Star Bastian Schweinsteiger hoch. Mit dem hat sich der Mittelfeldspieler des Halleschen FC zwar nie auf dem Fußball-Platz duelliert, sehr wohl aber auf der Piste. Denn beide waren in der Jugend herausragende Ski-Rennfahrer, ehe sie sich für die Fußballer-Laufbahn entschieden.

Wenn Schnee fällt, ist also Anton Müllers Zeit gekommen. Und das gilt in diesem Jahr auch auf dem Fußball-Platz. Denn der 29-Jährige ist nach dem Kader-Umbau beim Halleschen FC während der Winterpause so etwas wie der wichtigste Ersatzspieler geworden. Ein Ersatzspieler, der ziemlich häufig in die Stammelf rücken dürfte. Und das schon am kommenden Sonnabend im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers.

Grund: Die Adduktoren-Verletzung von Maik Wagefeld macht einen Umbau im defensiven Mittelfeld unumgänglich. Sechs Wochen fehlt der Kapitän voraussichtlich. Und als Partner von Marco Hartmann auf der Sechser-Position wird Trainer Sven Köhler wohl Müller den Vorzug vor Philipp Zeiger geben: "Meine Tendenz geht schon in Richtung Anton", sagt der Coach.

Müllers Plus ist seine Flexibilität. Er kann im defensiven Mittelfeld spielen, fühlt sich aber als offensiver Part, also als sogenannter Zehner, sogar noch wohler. "Das ist die Position, auf der ich meine Stärken habe", sagt Müller. Und nach den Abgängen von Andis Shala und Telmo Teixeira-Rebelo, die in der Vorrunde beide als Spielmacher oder hängende Spitze auf der Zehner-Position zum Einsatz kamen, ist Müller auch im offensiven Mittelfeld Ersatz Nummer eins - für Neuzugang Björn Ziegenbein.

"Anton filigraner als Philipp"

Bisher beschränkten sich Müllers Einsätze zumeist auf die Spielmacher-Position. Doch sowohl bei seinem früheren Arbeitgeber SV Babelsberg 03 als auch bei der 0:5-Pleite in Saarbrücken wurde er im defensiven Mittelfeld eingesetzt.

"Anton kann beides, Zehner und Sechser", bestätigt Trainer Köhler. Zudem sei Müller "der filigranere Fußballer im Vergleich mit Philipp". Gemeint ist Philipp Zeiger, der eher für Kampf und Zweikampfstärke stehe, also das Rustikale. Als weiteres Plus hinzu kommt Müllers große Erfahrung. In Babelsberg kämpfte er bereits einmal gegen den Abstieg aus der dritten Liga.

Anspruch, Stammspieler zu sein

Anton Müller weiß um seinen Vorteil, die Vielseitigkeit. "Ich habe im Profi-Bereich auf allen Positionen gespielt", betont er, "ich weiß worauf es jeweils ankommt." Und so definiert er auch seine Rolle als Wagefeld-Ersatz neben Marco Hartmann. Seinen Offensiv-Drang, so Müller, würde er hinten anstellen. "Das ist Marcos Spiel, dem soll er nachgehen." Dafür könnte er versuchen, Lücken zu schließen und "im Spielaufbau meine Stärken einbringen".

Der vermeintliche Ersatzspieler Anton Müller wird also vorerst in den Stamm rücken. Auch deshalb wehrt sich Trainer Köhler gegen die Formulierung des "wichtigsten Ersatzspielers". "Das ist doch nicht sein Anspruch. Er will von Anfang an spielen." Doch Köhler weiß eben auch: "Licht und Schatten haben sich bei ihm bisher abgewechselt. Wenn das Licht heller gestrahlt hätte, hätte er auch öfters gespielt. Doch durch die Verletzung von Maik Wagefeld ist es sicher eine Möglichkeit für Anton, mehr im Fokus zu stehen."

Gegen Zwickau Wagefeld-Ersatz

Das durfte Anton Müller bereits beim 3:0-Testspiel-Erfolg am Sonnabend gegen den FSV Zwickau. Da wurde er schon für den angeschlagenen Kapitän Wagefeld eingewechselt - ein Indiz, dass er auch in der Liga ran darf. "Ich würde es mir wünschen", sagt Müller gewohnt zurückhaltend. Und sicher ist: Sollte das Spielfeld trotz Rasenheizung verschneit sein, wird sich niemand so wohlfühlen auf dem Feld wie der verhinderte Ski-Rennfahrer Anton Müller.

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