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Halle: Todesschütze wegen Totschlags angeklagt

Uhr | Aktualisiert 29.01.2013 11:22 Uhr
Am Donnerstagabend wurde in einem Mehrfamilienhaus im Süden von Halle ein 50-Jähriger tot aufgefunden. (FOTO: DPA) 
In der Südstadt ist am Mittwochabend ein 50-jähriger Mann erschossen worden. Gegen den 52-jährigen Tatverdächtigen wurden nun Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.
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Halle (Saale)/MZ. 

In der Südstadt ist am Mittwochabend ein 50-jähriger Mann erschossen worden. Unmittelbar nach dem Vorfall konnte ein Tatverdächtiger aus dem Bekanntenkreis des Opfers festgenommen werden. Gegen den 52 Jahre alten Mann wurden nun Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Wie die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd mitteilte, ging am Mittwoch kurz nach 19 Uhr ein Anruf bei der Polizei ein - ein Bekannter des Todesschützen war am Apparat und meldete den Vorfall.

Der Anrufer berichtete den Beamten, dass sich ein Bekannter bei ihm gemeldet habe, der nach seiner eigenen Aussage einen Mann erschossen habe. Der Tatort soll sich im Süden der Stadt befinden, was sich dann den Beamten vor Ort auch bestätigte.

Denn im Dörstewitzer Weg wurde die Polizei, die nur wenige Minuten später am Tatort war, bereits von dem 52-Jährigen erwartet. Dort zeigte der Mann den Beamten den Tatort in seiner Wohnung eines Mehrfamilienhauses. In einem Zimmer der Wohnung wurde dann auch der Tote aufgefunden, der den 52-Jährigen besucht hatte.

Beide kannten sich zuvor und waren befreundet, so die Ermittlungen. Die Polizei nahm den Beschuldigten vorläufig fest und ermittelte in Richtung Totschlag. Am Abend erging Haftbefehl gegen den 52-Jährigen, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt.

Zwar steht auch nach den Ergebnissen der Obduktion fest, dass die tödlichen Schüsse aus einer Sportpistole kamen, die dem 52-Jährigen gehört. "Hierfür hatte er auch eine Waffenbesitzkarte", so Diener, nach deren Angaben der Tatverdächtige Mitglied in einem Schützenverein ist.

Fraglich ist jedoch trotz eines Geständnisses des mutmaßlichen Täter noch das Motiv. Staatsanwalt Klaus Wiechmann hat an den Angaben des Mannes "erhebliche Zweifel." Eine Beziehungstat oder Eifersucht schloß Wiechmann als Motiv aus.

Auch nach der Vorführung bei dem Haftrichter am Amtsgericht - bei der er sein Geständnis wiederholte - gab es dazu keine weiteren Erkenntnisse. Der Mann kam nach der Vernehmung in Untersuchungshaft.

Nach der mehrstündigen Obduktion des Opfers steht zudem eindeutig fest, dass der Mann an den Folgen der Schüsse gestorben ist. Der Tatverdächtige ist nach Polizeiangaben in den letzten Jahren lediglich wegen kleinerer Delikte aufgefallen.

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