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Halle: Jetzt geht's zum Spielen rein

Uhr | Aktualisiert 16.02.2012 22:40 Uhr
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Wurm

Fast fertig: der Wurm, durch den man in einen Kletter-Apfel kriechen kann. (FOTO: LUTZ WINKLER)

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In der Zeitzer Straße auf der Silberhöhe soll Mitteldeutschlands größtes Indoor-Areal für Kinder entstehen. Ostern ist die Eröffnung geplant.
Halle (Saale)/MZ. 

Schule war mal in der Zeitzer Straße. Klassenräume und Turnhalle werden jetzt zum größten Indoor-Spielplatz weit und breit. Riesige Murmelbahnen, die einst Anziehungspunkt auf der Expo in Hannover waren, sind schon aufgebaut; verteilt über vier Zimmer. Ebenso bereits fertig sind die Minigolf-Anlage, die sich durch sechs Räume zieht, und ein Bobby-Car-Parcours - beschildert und mit Tunnel - sowie Ritter-, Prinzessinnen- und Erdbeerzimmer, in denen Kindergeburtstage gefeiert werden können. Das alles ist nur eine kleine Auswahl dessen, was ab Ostern in der ehemaligen Sekundarschule Zeitzer Straße auf der Silberhöhe angeboten werden soll.

Dorthin wird, wenn alles wie geplant läuft, bis Ostern der Indoor-Spielplatz "Arche Noah" umziehen, der derzeit noch sein Domizil wenig entfernt in der ehemaligen Turnhalle am Robinienweg hat. Und nicht nur die Schule in der Zeitzer Straße wird künftig "bespielt". Hinzu kommt eine Tobehalle mit Kleinkind-Bereich und Pool - untergebracht in einem Neubau, der Schule und Turnhalle verbindet. In der Turnhalle schließlich finden unter anderem Kletterturm, Hüpfburg, Bungee-Trampolin und eine kleine Go-Kart-Bahn Platz.

Heribert Pauk, dessen Frau Jeong Ok Han-Pauk Geschäftsführerin der Arche Noah ist, ist der geistige Vater und Initiator des Ganzen. Der Bernburger Hochschullehrer ist einer von insgesamt vier Gesellschaftern, die das rein privat finanzierte Projekt vorantreiben. Er spricht vom "größten Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland", der hier entsteht. Die Entwicklung und Planung läuft seit 2007, sagt er, und auch, dass es etliche Skeptiker gibt, die bezweifeln, dass ein Spielparadies ensteht, wie es Pauk und seine Leute sich vorstellen.

"Wichtig ist uns eines", sagt Pauk: "Wir haben uns sehr vieles selbst ausgedacht und auch selbst gemacht." Für die Ideen zu etlichen Installationen und Spielgeräten und auch für die Anfertigung hat Pauk vor allem Absolventen und Studenten der halleschen Hochschule Burg Giebichenstein und der Bauhaus-Uni in Weimar angestellt - vor allem Spielzeugdesigner. In der Schule selbst gibt es verschiedene Werkstätten - von der Tischlerei über Räume, in denen Skulpturen aus glasfaserverstärktem Kunststoff entstehen, bis hin zur Näherei. Etliche Ergebnisse der Arbeit kann man bei einem Rundgang durch die künftige Spiel- und Tobelandschaft schon sehen. Tiere zum Beispiel, überlebensgroß, die das Areal bevölkern werden. Und auch solche, die selbst zum Spielgerät werden. Wie der Wurm, durch den die Mädchen und Jungen in einen riesigen Apfel kriechen können, der wiederum als Klettergerät entworfen wurde.

Dass es mit dem Umzug der bisherigen Arche ins neue Domizil viel länger dauert als ursprünglich vorgesehen, bedauert Pauk, der Schule und Grundstück 2010 von der Stadt gekauft hat. Spezielle Planungen, insbesondere was Brandschutz und Fluchtwege in dem bisherigen Schulhaus betrifft, seien nötig gewesen, um die Baugenehmigungen zu bekommen. Und nicht zuletzt habe auch die Finanzkrise 2010 die Banken vorsichtiger werden lassen, was Darlehen angeht. Pauk geht aber nun davon aus, dass Ostern Eröffnung gefeiert werden kann. Zwei Wochen zuvor soll die bisherige Arche schließen, um die Geräte von dort mit in die neue Spielwelt einzugliedern.

Die Arbeiten gehen aber dann noch weiter. Denn noch sind längst nicht alle Klassenräume umfunktioniert. Und bis zum Sommer soll auch auf dem Außengelände noch viel passieren. Mit Ferienbeginn, hofft der Initiator, sind auch dort die Spielflächen fertig und verschiedenste Geräte installiert.

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