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Halle: Filmfestival thematisiert Behinderungen

Uhr | Aktualisiert 06.01.2013 12:20 Uhr
Binde für Blinde. (FOTO: MZ) 
Untertitel flimmern über die Leinwand, Sehbehinderte sitzen mit Geräten in den Kinosesseln, Gebärdendolmetscher übersetzen Gespräche. Bei dem barrierefreien Filmfestival ist vieles anders als üblich. Vom 17. bis 23. Januar behandelt es in Halle das Thema Behinderung.
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Halle (Saale)/DPA. 

Eine Woche lang werden auf dem Festival „Überall dabei“ in Halle ausgewählte Filme zum Thema Behinderung gezeigt. Neben sechs internationalen Spiel- und Dokumentarstreifen werde ein umfangreiches Begleitprogramm für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung werben, sagte die stellvertretende Geschäftsführung der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis, Karen Leonhardt. Bei einem sogenannten „Blind Walk“ könnten die Teilnehmer etwa mit verbundenen Augen die Stadt aus Sicht eines Blinden erleben. In Gesprächsrunden würden auch tabuisierte Themen wie die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen diskutiert.

Das Thema sei noch nicht in die Gesellschaft eingedrungen. „Institutionen und auch der Einzelne soll sich mit der Inklusion auseinandersetzen“, sagte Leonhardt. Das Festival sei ein Weg, um Berührungsängste niederschwellig anzugehen. Dabei würden etwa lockere Gesprächsrunden, spielerische Angebote wie Sinnes-Parcours und themenübergreifende Ausstellungen helfen.

Neben den Dokumentarfilmen, die etwa eine Prostituierte bei ihrem Gewerbe mit behinderten Menschen begleiten, thematisieren auch Spielfilme das Leben zwischen Menschen mit und ohne Einschränkungen. Hör- oder sehbehinderte Zuschauer könnten dank Untertiteln oder Geräten mit Audiodeskription alle Filme barrierefrei verfolgen.

Ein besonderer Wunsch sei es, jüngere Menschen für das Thema zu begeistern. Der Sonderfilm „Berg Fidel - eine Schule für alle“ zeige daher wie hochbegabte und beeinträchtigte Schüler voneinander lernen würden. „Am Ende ist es nämlich nicht nur entscheidend Inklusion zu leben, sondern es zeigt auch, dass es Ideen braucht, wie das geht“, so Leonhardt.

Eröffnet wird das Festival am 17. Januar mit einem Theaterstück von geistig behinderten Schauspielern. Insgesamt macht das von der Aktion Mensch veranstaltete und mit zahlreichen Partnern wie der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis kooperierende Filmprogramm in 40 deutschen Städten Station. In Halle werden vor einigen Aufführungen auch Beiträge aus der Region gezeigt.

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