Nach Angaben des für Halle zuständigen Geschäftsführers der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätte (NGG) Jörg Most streikten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt rund 65 Mitarbeiter in den frühen Morgenstunden vor der Fabrik im Gewerbegebiet Neustadt. Gegen 8 Uhr nahmen sie ihre Arbeit wieder auf. Sie fordern eine Lohnerhöhung um sechs Prozent und lehnen eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ohne Mitbestimmung des Betriebsrates ab. Coca-Cola bietet unter anderem Lohnerhöhungen von 2,5 Prozent im ersten und 2 Prozent im zweiten Jahr sowie Sonderzahlungen und mehr Gehalt für Auszubildende.
„Mit dem Warnstreik wollen wir den Druck auf die bundesweite Tarifverhandlung am Mittwoch erhöhen“, sagte Most. Die Produktion in Halle wurde während der zweieinhalbstündigen Aktion eingeschränkt. Am Mittwoch sollen für etwa 10 000 Beschäftigte an 50 Coca-Cola Standorten in Deutschland neue Tarife verhandelt werden. Neben unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen bleibt bislang die Frage nach flexibleren Arbeitszeiten strittig. „Der Absatz im Getränkegeschäft schwankt sehr stark. Deshalb brauchen wir flexiblere Arbeitszeiten“, sagte Coca-Cola-Sprecher Geert Harzmann.