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Fußball: HFC muss vor Heimspiel Abwehr umbauen

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 22:36 Uhr
Innenverteidiger Steven Ruprecht (FOTO: WORBSER) 
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Der Hallesche FC will im ersten Heimspiel nach der Winterpause Boden im Abstiegskampf gut machen. Doch die Abwehr musste erneut umgebaut werden.
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Halle (Saale)/MZ. 

Gleich mehrfach platzte Sven Köhler beim Training diese Woche der Kragen. "Überprüft euch selber", impfte der Cheftrainer des Halleschen FC seinen Männern ein, "manche Spieler sind anscheinend nicht bereit, mit zurück zu kommen." Im Hinblick auf die erste Partie nach der Winterpause am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers konnte Köhler eine Sorge nicht verbergen: Bei aller Euphorie über die neue Offensivstärke des HFC könnte die gemeinschaftliche Verteidigung aus dem Blick geraten.

Das Duell gegen den direkten Verfolger in der dritten Liga vor heimischer Kulisse gilt als Schicksalsspiel für die kommenden Monate. "In dem Spiel liegt schon eine gewisse Brisanz", sagt Köhler. In der Sprachregelung des Trainers bedeutet dies: höchste Alarmstufe. Dass man das Abschlusstraining ausnahmsweise im Stadion absolvierte, unterstreicht dies noch.



Die Neuzugänge überzeugten zwar allesamt in der Vorbereitung. Wie sich die Defensive des HFC jedoch nach dem Ausfall von Kapitän Maik Wagefeld und mit den zwei Neuen Daniel Ziebig und Kristian Kojola in der Viererkette im Ernstfall präsentieren wird, ist unklar.

Becken bricht sich erneut Mittelfuß



Noch schlimmer macht die Ungewissheit der erneute Ausfall von Pierre Becken. Am Donnerstag brach sich der vom Innen- zum Außenverteidiger umgeschulte Spieler seinen linken Mittelfuß. An exakt der gleichen Stelle wie im ersten Saisonspiel gegen Offenbach. "Das ist sehr tragisch - vom Zeitpunkt her und ganz besonders für den Spieler. Pierre hatte sich mit seiner neuen Position als Rechtsverteidiger auseinandergesetzt und diese in der Vorbereitung auch angenommen", sagte HFC-Manager Ralph Kühne. Nun wird Jan Benes die Position einnehmen, da Sören Eismann am Samstag noch seine Rot-Sperre absitzen muss.



Genau deshalb der Ausbruch von Coach Köhler im Training. Und nicht nur er ist nervös. "Wenn nicht alle mitmachen, wir nicht gemeinsam verteidigen, wird es sehr schwer für uns", gibt Steven Ruprecht zu bedenken. Der Innenverteidiger ist eine der wenigen Konstanten in der Abwehrreihe. 19 von 22 Partien spielte er dort, nur drei Einsätze verpasste er aufgrund einer Roten Karte.



Köhler: "Ziebig noch aggressiver"



Seine Vorderleute hat Ruprecht genau im Blick. "Das ist so eine Krankheit von Offensivspielern, die tun sich oft schwer, nach hinten zu arbeiten", meint der 25-Jährige. "Aber die guten Spieler unterscheiden sich eben in diesem Punkt."

Nun hat er für die nötige Disziplinierung seiner Mitspieler Verstärkung bekommen: "Mit Ziebig habe ich einen erfahrenen Mann an meiner Seite, der mir dabei sehr stark hilft." Denn immer wieder wendet sich Ziebig lautstark an die Kollegen. "Schieben! Drauf! Abbrechen!" Und Köhler freut sich darüber. "Das erwarte ich auch von ihm", erklärt der Trainer und legt noch eine Schippe drauf: "Ich wünsche mir, dass er noch etwas aggressiver mit seinen Mitspielern umgeht."

Auf der anderen Seite von Ruprecht steht am Samstag sein finnischer Gegenpart Kojola in der Innenverteidigung, der "Achillesferse jeder Mannschaft", wie Ruprecht es nennt. "Kristian ist noch sehr ruhig, nicht der klassische Lautsprecher", erklärt Ruprecht. Beide kommunizieren auf Englisch und Deutsch miteinander. Aber die Rollen sind klar vergeben. "Ich kann die Viererkette ganz gut führen", verspricht Ruprecht.

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