In der Tat werben Studien- und Wissenschaftseinrichtungen aktiv auf der Messe um Nachwuchs.
So zählt das "Career-Center" der Uni Halle zu den 235 Ausstellern. Das Zentrum bietet 190 Stellen für Studenten und Absolventen an. Und neben Unternehmen mit eigenen Forschungsabteilungen will auch das Bundes-Forschungsministerium mit seinen Initiativen "Nano-Truck" und "Bio-Technikum" den vornehmlich jungen Besuchern naturwissenschaftliche Berufe und Studienrichtungen schmackhaft machen.
Das ist ganz im Sinne Hackers, der Deutschlands ältester Naturwissenschaftler-Vereinigung mit Sitz in Halle vorsteht. Ihm zufolge steht die Gesellschaft bei Fragen wie Energiewende, Biotechnologie und Überalterung der Bevölkerung vor großen Herausforderungen, die von den Wissenschaften begleitet werden müssten. "Dafür brauchen wir Absolventen, die gut ausgebildet sind", so Hacker.
Schon während die Chance 2013 am Vormittag von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) eröffnet wurde, informierten sich Tausende Schüler in den Messehallen in Bruckdorf über Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten und kamen mit Vertretern von Firmen und Bildungseinrichtungen ins Gespräch. Die Chance-Messen gibt es seit 2004. "Die Resonanz ist jedes Mal positiv", sagte Petra Bratzke, die Chefin der Arbeitsagentur Halle. Viele junge Leute würden hier von sich aus Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen. Zudem schärfe die Messe bei Schulabgängern das Bewusstsein, sich bei der Agentur als Lehrstellensuchende registrieren zu lassen. Dies alles erhöhe die Vermittlungsquote, so Bratzke. Konkrete Zahlen konnte sie jedoch zunächst nicht nennen.