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3. Liga: Onur Ayik will dem HFC kurzfristig helfen

Uhr | Aktualisiert 21.11.2012 23:03 Uhr
Ein Ball liegt im Tor. (ARCHIVFOTO: PETER WÖLK) 
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Es reicht jetzt. Fast fünf Monate sind mehr als genug. Das hat Onur Ayik beschlossen. Er will wieder angreifen und das tun, was er am besten kann: Fußballspielen. Am Montag hat er seinen nächsten Vorstellungstermin beim Halleschen FC.
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Halle (Saale)/MZ. 

Danach könnte alles sehr schnell gehen mit dem ersten Spiel für den abstiegsbedrohten Drittligisten. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr.

"Ich habe jetzt vier Monate lang das gemacht, was in den letzten fünf, sechs Jahren immer zu kurz gekommen ist. Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht. Mit meinen Eltern, meinen Geschwistern und meiner Freundin. Dafür hatte ich ja bislang kaum Zeit, weil ich als Fußballer fast immer unterwegs war. Die Freizeit hat mir aber gut getan", sagt Onur Ayik.

Der 22 Jahre alte Deutsch-Türke, der für Werder Bremen schon Bundesliga und Champions League spielte, war in den vergangenen Woche zwei Tage zum Probetraining beim HFC. Da war es dunkel, neblig, nasskalt. Wahrlich keine Bedingungen, um sofort Freundschaft zu schließen. Doch das wenige, was HFC-Trainer Sven Köhler da von Ayik sah, machte Appetit auf mehr. Das könnte einer sein, der auf Anhieb die offenkundigen Probleme im offensiven Mittelfeld lösen könnte. Vorausgesetz: Ayik kann die seine Rückstände in Sachen Fitness und Kondition, bedingt durch lange Verletzungspausen und dadurch fehlende Spielpraxis, schnell aufholen.

"Natürlich, ich habe seit Juli nicht mehr gespielt. Das ist schon ein Nachteil", sagt Ayik, der sich beim Viertligisten FC Oberneuland in Bremen fit hält, weil der erhoffte neue Vertrag in der Sommerpause weder in Paderborn, noch in Dresden, noch in Münster zustande kam. Deshalb ist er nun seit fast fünf Monaten vertragslos. Nun also der nächste Versuch beim HFC. Ein Verein, zu dem es eine ganze Reihe erstaunlicher Querverbindungen gibt. Fast scheint es, als wäre Halle an der Saale der Endpunkt eines Puzzlespiels mit lange ungewissem Ausgang.

Querverbindung Nummer eins zwischen Ayik und dem HFC ist Selim Aydemir, ein in Halle noch sehr gut bekannter Fußballer. "Wir sind fast wie Brüder, hatten eine lange gemeinsame Zeit in den Jugendmannschaften von Werder Bremen und haben uns danach nie aus den Augen verloren. Im Sommer haben wir noch gemeinsam Urlaub in Antalya gemacht", erzählt Ayik. Natürlich hat er Aydemir, der bis zum Sommer 2011 Offensiv-Spieler beim HFC war und jetzt beim Zweitligisten VfR Aalen unter Vertrag ist, auch zum Verein ausführlich befragt. "Er hat mir erzählt, dass es dort sehr familiär zugeht und es sich in der Stadt auch sehr gut leben lässt. Ich vertraue ihm da", sagt Ayik.

Querverbindung Nummer zwei ist Patrick Mouaya, der einst auch beim Bremer Vorortverein Oberneuland spielte. "Mein Bruder hat mit Patrick zusammengespielt. Ich habe natürlich Patricks böse Verletzung mitbekommen", sagt der bis dahin sehr lebenslustig klingende Ayik, um gerade an dieser Stelle ins Stocken zu kommen. Denn zu Verletzungen, kann er eine ganz eigene, leidvolle Geschichte erzählen. Knieprobleme, Kreuzbandriss, Innenbandriss haben ihn in den letzten drei Jahren immer wieder ausgebremst. "Jetzt ist alles ausgestanden. In Oberneuland mache ich täglich zwei Trainingseinheiten. Aber das kann natürlich kein Spiel ersetzen", sagt Ayik.

Es wird also vieles davon abhängen, wie schnell und wie beschwerdefrei sich Ayik nach ein paar Tagen höherer Trainingsbelastung fühlt. Am Montag beginnen die Stunden der Wahrheit. Für Onur Ayik und seinen möglichen neuen Verein, den Halleschen FC.

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