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3. Liga: HFC hat Respekt vor Millionen-Profi

Uhr | Aktualisiert 17.11.2012 14:44 Uhr
Leonardo Bittencourt auf dem Weg zum Training des BVB. (ARCHIVFOTO: DPA) 
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Leonardo Bittencourt hat schon ganz große Fußball-Tage erlebt. Zwar noch nicht als Spieler, aber auf den Schultern seines Vaters. Genau dort saß der Filius nämlich als Energie Cottbus mit Vater Franklin am 14. Oktober 2000 nach dem sensationellen 1:0-Sieg über Bayern München auf die Ehrenrunde durch das Stadion der Freundschaft ging. Am Samstag trifft er auf den HFC.
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Halle (Saale)/MZ. 

Leonardo Bittencourt hat schon ganz große Fußball-Tage erlebt. Zwar noch nicht als Spieler, aber auf den Schultern seines Vaters. Genau dort saß der Filius nämlich als Energie Cottbus mit Vater Franklin am 14. Oktober 2000 nach dem sensationellen 1:0-Sieg über Bayern München auf die Ehrenrunde durch das Stadion der Freundschaft ging. Das Foto mit dem brasilianischen Stürmer der Lausitzer und seinem Sohn ging durch viele Zeitungen.

Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert. Vater Franklin ist als Nachwuchstrainer und Scout für die Cottbuser tätig. Und Sohn Leonardo wechselte im Sommer für drei Millionen Euro zum Deutschen Meister Borussia Dortmund. Fast auf den Tag genau zwölf Jahre nach dem legendären Sieg der Cottbuser am 20. Oktober 2012 hat der 18 Jahre alte Leonardo sein Bundesliga-Debüt gegeben. Im Derby gegen Schalke 04 wechselte ihn Trainer Jürgen Klopp in der 55. Minute für Sebastian Kehl ein. Es war sein bislang einziger Einsatz in der Eliteklasse. An den letzten beiden Wochenenden spielte er für die U 23 der Borussen in der dritten Liga. Und genau die kommt am Samstag (14 Uhr) zum Halleschen FC.

Auf den ersten Blick sind die Rollen nach der Papierform klar verteilt. Die Saalestädter sind Favorit gegen den Tabellenletzten. "Doch von wegen Tabellenletzter", entgegnet HFC-Trainer Sven Köhler, "die Dortmunder haben letzte Woche Heidenheim 2:1 bezwungen. Sie haben wie wir einen kleinen Aufwärtstrend nachgewiesen und sind gut besetzt." Stimmt, denn neben Bittencourt gehört auch der rechte Außenverteidiger Marc Hornschuh zum Kader von Trainer David Wagner. Er spielte wie sein deutsch-brasilianischer Teamkollege erst am Mittwoch im Team der deutschen U-21-Nationalmannschaft gegen die Türkei (1:1). Und nicht zuletzt ist auch Mittelfeldspieler Marvin Bakalorz ein Kandidat, der stets mit dem Bundesligateam von Klopp trainiert.

HFC-Verteidiger Nico Kanitz freundet sich seit Beginn der Woche gedanklich damit an, dass er am Samstag der Widerpart von Bittencourt sein könnte. "Es ist nicht unsere erste Begegnung", sagt Kanitz. "In der letzten Winterpause haben wir ein Vorbereitungsspiel bei Energie Cottbus 0:1 verloren. Da wurde Leonardo in der zweiten Halbzeit eingewechselt und hat mächtig Alarm gemacht." Das Schwierige aus Sicht des halleschen Routiniers bei Spielen gegen die U-23-Mannschaften der Bundesliga-Klubs ist, dass die jungen Profis schwer auszurechnen sind. "Diese Burschen bieten eine überragende Partie wie der Stuttgarter Antonio Rüdiger gegen uns. Und eine Woche später fallen sie überhaupt nicht auf. Sie unterliegen noch größeren Leistungsschwankungen. Leider weißt du vorher nie, welchen Tag sie gerade erwischt haben", so Kanitz. "Ich glaube, Leonardo ist schneller als ich. Das war ein Spaß! Ist aber wahr."

Nico Kanitz, der bisher immer vorgab, keine Zeitung zu lesen, um sich nicht über eventuell schlechte Kritiken ärgern zu müssen, nutzt Internet und auch Pressebeiträge, um sich auf seine Gegner vorzubereiten. "Über die dritte Liga bekommt man dort schon wesentlich mehr und auch auch recht sichere Informationen. Die letzten Tricks verrät uns dann der Trainer, der die Gegner in der Regel ja vorher beobachtet hat", sagt der 32-Jährige. Dabei hat er festgestellt, dass Bittencourt auch auf der linken Außenbahn spielen kann. "Dann käme möglicherweise der schnelle Jonas Hofmann auf mich zu", ist Kanitz vorbereitet. In einem sind sich Kanitz und seine Teamkollegen einig: "Ein zweites VfB Stuttgart II darf es nicht geben. Dann wäre der Sieg von Aachen nichts wert."

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