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ZDF-Reihe Terra X: Wegbereiter der China-Sensation ist ein Hallenser

Lukas Nickel

Kunsthistoriker und Sinologe Lukas Nickel

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Bauer

Halle (Saale)/MZ -

Die Augen geriebenhat sich am Sonntagabend zur besten Sendezeit wohl so mancher hiesige Fernsehzuschauer bei der beliebten ZDF-Reihe Terra X. Und zugleich haben wohl etliche in ihrem Gedächtnis gekramt, wo und wann sie von der wirklich sensationellen Geschichte und Weltneuheit aus der Altertumsforschung schon mal was gehört haben könnten. Oder vielleicht sogar gelesen? Ein deutscher Wissenschaftler, der in London lebt, lehrt und forscht - der promovierte Kunsthistoriker und Sinologe Lukas Nickel - war es nämlich, der in dem ZDF-Beitrag als Kronzeuge und Präsentator eines wissenschaftlichen Durchbruchs zu erleben war: Der Erkenntnis, dass altchinesische Kunst wie etwa die weltberühmte Terrakotta-Armee auch unter europäischem, genauer gesagt altgriechischem Einfluss entstanden sein muss.

Doch was vielen Fernsehzuschauern am Sonntag neu war, kannten die MZ-Leser in den wichtigsten Zügen schon aus dem Saale-Kurier, wo von Lukas Nickels spektakulären Forschungsergebnissen bereits im Juli 2012 zu lesen war - weil Nickel Hallenser ist und beim letztjährigen Heimaturlaub einen Vortrag an der hiesigen Uni gehalten hatte, wo er vor Fachpublikum schon mal einen Einblick in das gab, was sich nun als historische Sensation mehr und mehr auch bei den interessierten Laien rumspricht.

Demnach ist die berühmte Seidenstraße als frühe Verbindung zwischen Europa und Fernost um mindestens hundert Jahre älter als gedacht - 2300 Jahre also. Und der 49-jährige Hallenser Nickel darf mit Fug und Recht als ein Wegbereiter dieser für das Verständnis der alten Welt bahnbrechenden Erkenntnis gelten.


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