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Verwaltung hält an alter Brücke fest: Neubau der Eisenbahnbrücke auf der Kippe?

Brücke

Der gesperrte S-Bahnsteig am Rosengarten.

Foto:

Thomas Meinicke

Halle (Saale) -

Beim schon lange umstrittenen Neubau der Eisenbahnbrücke über die Merseburger Straße am Rosengarten hält die Verwaltung weiter an der Variante an einer kleineren Brücke fest. Das aber würde aber bedeuten, dass der Platz nur noch für je eine Fahrspur ausreicht. Laut Baudezernent Uwe Stäglin erfordere die Verkehrsbelegung aber keine Aufweitung des Neubaus. Er legte dazu auch aktuelle Zahlen vor. So seien im vergangenen Jahr 17.000 Fahrzeuge in 16 Stunden gezählt worden. Im Jahr 1996 waren es im gleichen Zeitraum noch 31.500. In der Spitzenstunde 1.700 Fahrzeuge wurden gezählt. Bis 2.200 Fahrzeugen pro Tag betrage die maximal mögliche Belastung für eine zweispurige Stadtstraße.

Im Stadtrat wird in einigen Tagen der Beschlussantrag verhandelt, die Brücke praktisch in ihrer jetzigen Weite neu bauen zu lassen. Im April vergangenen Jahres hatte der Stadtrat mit knapper Mehrheit noch eine Aufweitung beschlossen. Würde die Stadt auf die kostenintensivere längere Brücke verzichten, so Stäglin, stünden 378.000 Eigenmittel und 1,5 Millionen Euro Entflechtungs-Fördermittel für andere Infrastrukturprojekte zur Verfügung. Viele Anwohner hatten eine weitere Brücke für je zwei Fahrspuren gefordert. (mz)


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