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Mitteldeutsche Zeitung | Verkehrsplanung in Halle: Ohne Mittelstreifen am Riebeckplatz?
18. January 2015
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Verkehrsplanung in Halle: Ohne Mittelstreifen am Riebeckplatz?

Verkehrsknotenpunkt Riebeckplatz: Ein geometrisches Kunstwerk aus der Luft

Verkehrsknotenpunkt Riebeckplatz: Ein geometrisches Kunstwerk aus der Luft

Foto:

Marcus-Andreas Mohr

HALLE -

Während am Rosengarten über den künftige vierspurigen Ausbau der Merseburger Straße heftig gestritten wird, droht nun das gleiche Thema auch direkt am Riebeckplatz: Im viel befahrenen Abschnitt der Trasse, zwischen Rudolf-Ernst-Weise-Straße am Riebeckplatz und bis hinter das Edeka-Center reicht der Platz für einen vierspurigen Ausbau nicht aus. Auf den hatte sich der Stadtrat aber im vergangenen Jahr festgelegt.

Mindestens 28,10 Meter Straßenbreite, sogar ohne Baum-und Parkstreifen, werden für vier Fahrbahnen, separate Bahngleise, Geh- und Radwege benötigt. An der engsten Stelle stehen aber lediglich knapp 24 Meter zur Verfügung.

Für die Aufweitung des Baufeldes müsste praktisch eine ganze Häuserzeile abgerissen werden. „Das lehnt die Verwaltung aus städtebaulicher Sicht ab. Die Häuserflucht soll erhalten und die Baulücken dort geschlossen werden“, , sagt Halles Baudezernent Uwe Stäglin. Auch mit Blick auf die Debatte um den Abriss des Künstlerhauses „188“ sei dies keine Option. Auch auf den Radweg zu verzichten, sei nicht möglich, weil die Straße zur Fahrrad-Hauptrassennetz gehöre.

Stattdessen favorisieren die Planer eine sogenannte „überbreite Fahrbahn“ von fünf Metern Breite - ohne Mittelstreifen. Dies würde bedeuten, dass zwei PKW noch aneinander vorbeifahren können, ein LKW dagegen könnte von den Autos nicht mehr überholt werden. „Wir halten dies Lösung für vertretbar auf diesem Abschnitt. 88 Prozent des Verkehrs dort besteht schon jetzt aus Autos. Es ist eine zudem eine regelkonforme Lösung, die auch in anderen Städten in Straßen mit ähnlicher Verkehrsbelegung erfolgreich praktiziert wird. In Berlin, Karlsruhe und Bonn beispielsweise“, so Stäglin im Planungsausschuss. Man sei sich bewusst, dass diese Variante einige Diskussionen auslösen werde. Deshalb wolle man frühzeitig darüber informieren. (mz)


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