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Stadtrat Halle: Streit um das neue Parkhaus am Zoo

Zoo-Direktor Dennis Müller erklärt das neue Konzept.

Zoo-Direktor Dennis Müller erklärt das neue Konzept.

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Günter Bauer/Archiv

Halle (Saale) -

Das Konzept für die Neuausrichtung des Bergzoos ist noch nicht einmal endgültig beschlossen, da wird schon darüber gestritten. Anlass ist der geplante Bau eines Parkhauses in der Emil-Eichhorn-Straße für 120 Autos. Die Grünen im Stadtrat wollen das verhindern und haben einen entsprechenden Antrag gestellt. „Mit dem Parkhaus würde die Seebener Straße im Verkehrschaos versinken“, sagte Wolfgang Aldag (Grüne) der MZ.

Denn die Zufahrt könnte nur über diese enge Straße erfolgen, die sich die PKW noch mit der Straßenbahn teilen müssen. Die Grünen befürchten, dass dadurch die Anwohner unzumutbar mit Lärm belastet würden. Zudem müssten für das Parkhaus mehrere große Bäume gefällt werden. „Und ob das Parkhaus wirtschaftlich betrieben werden kann, ist mehr als fraglich“, sagte Aldag. Schließlich kämen 80 Prozent der Zoobesucher aus Halle, die müssten nicht mit dem Auto kommen.

Kombi-Tickets?

Statt eines neuen Parkhauses fordern die Grünen die Einführung eines Kombi-Tickets, mit dem sowohl die Straßenbahn genutzt werden als auch der Zoo besucht werden kann. Damit würde ein zusätzlicher Anreiz gesetzt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Reilsberg zu fahren.

Im Stadtrat regt sich aber auch Widerstand gegen den Vorstoß der Grünen. Die CDU hält von einer frühzeitigen Absage an den Parkhaus-Bau nichts. „Die Entscheidung steht noch nicht an. Man sollte zu diesem Zeitpunkt nicht schon Pflöcke einschlagen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Bernhard Bönisch (CDU) auf MZ-Anfrage.

Das neue Zookonzept war im vergangenen Jahr vorgestellt worden. Neben dem Bau eines Parkhauses soll der Eingang zur Saale insgesamt aufgewertet werden. In der Seebener Straße ist der Bau eines dreigeschossigen Zugangsbereiches geplant. Dort soll auch ein Multimediafahrstuhl mit Stadtansichten gebaut werden. Über eine Hängebrücke über das Elefantengehege werden die Besucher in den Zoo geführt. Das Konzept soll bis 2020 umgesetzt werden. Die Kosten liegen bei 15 Millionen Euro. (mz)


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