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VfL 96 beim Halplus-Cup: Wiedersehen unter anderen Vorzeichen

Matthias Zech

Matthias Zech

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Löffler/Archiv

halle (Saale) -

Sehen und Wahrnehmen sind manchmal unterschiedliche Dinge. Wenn Matthias Zech morgen beim Halplus-Cup an der Seitenlinie stehen wird, dann wird er seinen Landesklasse-Kickern von Askania Nietleben dabei zusehen, wie sie sich gegen die starke Konkurrenz vom Halleschen FC und Co. abmühen werden.

Im Gehirn des Trainers werden sich aber noch ganz andere Dinge abspielen. Denn das alljährliche Hallenturnier des HFC ist für ihn mehr als nur eine sportliche Vorbereitung auf die Rückrunde. Es birgt vor allem Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

Auf zwei alte Bekannte wird Zech in der Erdgas-Sportarena treffen. Zum einen auf den VfL Halle 96, bei dem er zwischen 1994 und 2000 von der Verbands- bis in die damals drittklassige Regionalliga aufstieg. Zum anderen auf Ralph Kühne, den heutigen HFC-Manager, mit dem er mehrere Jahre beim VfL zusammen spielte. „Es ist ein wunderbares Gefühl“, sagt Zech - voller Vorfreude auf das doppelte Wiedersehen.

Dabei trennen die beiden heute Welten: Während der eine Trainer eines Achtligisten ist, managt der andere einen Profi-Verein. Doch Zech erinnert sich gern an die gemeinsame Zeit mit Kühne zurück. „Wir haben uns gut verstanden“, sagt er. Und: „Ralph war ein starker rechter Außenläufer.“ Warum es Kühne jedoch nicht bis in die Regionalliga geschafft hat, sondern vorher den Verein verließ? „Vielleicht hatte er Angst, dass ihm jemand seine Position wegschnappt“, sagt Zech - und muss lachen. In dem Wissen, der womöglich bessere Fußballer gewesen zu sein. Zumindest in dieser Hinsicht hat er Kühne den Rang abgelaufen.

In der Gegenwart hat der Askania-Coach jedoch nur verbal die Möglichkeit, sich auf einer Stufe mit dem Ex-Kollegen zu wähnen. Rein sportlich dürfte Nietleben gegen den HFC keine Chance haben. Oder doch? Jedenfalls spricht die Statistik der letzten Turniere nicht unbedingt gegen die Kleinen. Im letzten Jahr wurde Landesligist Blau-Weiß Dölau Dritter. Vor drei Jahren erreichte der SV Braunsbedra den vierten Platz. Und vor vier Jahren „gewannen wir gegen den 1. FC Magdeburg. Das ist schon ein geiles Gefühl, wenn dich 500, 600 HFC-Fans anpeitschen“, erinnert sich Zech.

Und eine Sache ist dem Übungsleiter ohnehin klar: „Wir haben uns nicht für diesen Wettbewerb qualifiziert, um uns abschießen zu lassen.“ Nach dem Sieg beim Qualifikationsturnier Ende Dezember, das parallel zu den Oldie-Masters in Halle stattfand, wollen sich die Nietlebener auch gegen höherklassige Gegner beweisen. (mz)



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